Demo: Freitag, 28.11.2014 17:00 Uhr “Gegen den erneuten „Nein zum Heim“-Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel! Die rassistische Bedrohung von Flüchtlingen stoppen!”

Freitag, 28. November | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Berlin-Köpenick | Demonstration | 18:30 Uhr | Salvador-Allende-Str./Müggelschlösschenweg | Gemeinsame Kundgebung

Gegen den erneuten „Nein zum Heim“-Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel!
Die rassistische Bedrohung von Flüchtlingen stoppen!

Gerade wurde bekannt, dass am Freitag, den 28. November ein erneuter rassistischer Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel geplant ist, der maßgeblich von der neonazistischen NPD gesteuert wird. Der Grund dafür ist die bevorstehende Eröffnung der ersten Containerunterkunft für Flüchtlinge in Berlin.

Bereits am 15. November beteiligten sich an so einem Aufmarsch 400 Personen, von denen etwa 300 rassistische Anwohner*innen und etwa 100 Neonazis aus ganz Berlin und Brandenburg waren. Letztere stellten die Ordnerstruktur und bedrängten und bedrohten am Rande Journalist*innen und kritische Anwohner*innen. Auf dem Anreiseweg versuchten circa 50 organisierte Neonazis, die sich zum Großteil vermummten und vom NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke angeführt wurden, Gegendemonstrant*innen anzugreifen.

Am 21. November schaffte es die NPD 450 Personen für den zweiten rassistischen Aufmarsch zu mobilisieren. Davon waren etwa 400 rassistische Anwohner*innen und etwa 50 Neonazis. Intern haben Neonazis diesen Aufzug schon länger geplant, die öffentliche Mobilisierung begann, ähnlich wie jetzt, aber erst am Abend zuvor. Zuerst zogen die Teilnehmenden, die mit Reden von Neonazis vom NPD-Lautsprecherwagen beschallt wurden, direkt an der bald eröffnenden Containerunterkunft für Flüchtlinge im Allende-Viertel II vorbei. Antifaschist*innen, die ihren Protest dagegen in Hör- und Sichtweite artikulieren wollten, wurden dabei von Bereitschaftspolizist*innen daran gehindert.

Die Berliner Polizeiführung hat in den letzten Monaten immer betont, dass Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften nicht genehmigt werden würden. Dies gilt seit dem 21. November nicht mehr. Der 450 Personen zählende Aufmarsch konnte, rassistische Parolen grölend (wie „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“), seitlich direkt an der bereits bestehenden Flüchtlingsunterkunft in der Salvador-Allende-Straße im Allende-Viertel I vorbei marschieren.
Unter den zum Teil schwertraumatisierten Bewohner*innen der Unterkunft brach daraufhin Panik aus. Unter großer Angst flüchteten sie in die oberen Etagen und versuchten sich dort zu verbarrikadieren. Im Laufe des Abends kam es an der Bushaltestelle vor dem Gebäude zu mindestens einem Angriff von Rassist*innen auf Flüchtlinge und zu mehreren Angriffsversuchen.

Diese Zustände sind für uns unerträglich. Wir wollen und können nicht länger hinnehmen, dass im Allende-Viertel Menschen Angst um ihr Leben haben müssen. Bereits im April verübten zwei mehrfach vorbestrafte Neonazis einen Brandanschlag auf die Unterkunft in der Salvador-Allende-Straße. Zuvor versperrten sie die Tür quer mit einer Holzlatte, mit der Intention, dass niemand diese öffnen kann. Während der Tat zeigten sie den Hitlergruß. Die Polizei gab damals an, dass die Flammen selbst erloschen. Fünf Monate später kam es zum Prozess, an dessen Rand der Gerichtssprecher zugab, dass Bewohner*innen der Unterkunft die letzten Flammen gelöscht haben. Die Anklage lautete aber lediglich auf Sachbeschädigung. Auf die Frage eines RBB-Journalisten, warum die Anklage nicht auf Brandstiftung oder versuchtem Mord lautete, antwortete der Gerichtssprecher, dass es keine Anhaltspunkte für einen Tötungsvorsatz gegeben hätte. Die brennende Tür war aus Metall, weswegen das Gericht das Vorgehen als dilettantisch bezeichnet hat. Dieser Umstand ändert aber nichts an der Intention der Täter, die beide keine Haftstrafen für ihre menschenverachtende Tat erhielten.

In letzter Zeit häuften sich die rassistischen Vorfälle vor der Unterkunft. So kam es mehrmals zum Wurf von Gegenständen, wie Böllern, gegen die Unterkunft. In einem Fall gegen die Scheiben, weil von außen zu sehen war, dass sich zu diesem Zeitpunkt gerade Kinder im betreffenden Raum versammelten.

Gegen den ersten rassistischen Aufmarsch haben noch circa 200 Menschen protestiert, gegen den zweiten nur noch etwa 30. Dies darf nicht so weiter gehen! Sowohl der Senat, aber auch der Bezirk, sind bis jetzt nicht bereit, diesem rassistischen Treiben entschlossen entgegen zu treten.
Deswegen liegt es an uns, gegenüber Geflüchteten, ein Zeichen der Solidarität und der Menschlichkeit zu senden. Wir müssen ihnen zeigen, dass sie nicht alleine stehen! Und es ist endlich an der Zeit, dem Bündnis aus organisierten Neonazis und rassistischen Anwohner*innen etwas entgegen zu setzen. Denn niemand ist gezwungen, sich an menschenverachtenden Aufmärschen zu beteiligen, jeder Mensch ist für sein Verhalten selbst verantwortlich. Und wer mit ideologischen Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gemeinsame Sache macht, ist kein Stück besser als sie. Angesichts dieser Tatsache, klingt es geradezu lächerlich, wenn sich Teilnehmende darüber beklagen, in die rechte Ecke gestellt zu werden. Wir sagen aber auch ganz deutlich: Die Entscheidung, damit aufzuhören, liegt allein bei ihnen.
Für uns kann es bei Rassismus keine Kompromisse geben. Wir werden rassistisches Verhalten und eine Pogromstimmung gegen Flüchtlinge niemals akzeptieren!

Wir rufen euch dazu auf, euch an den Protesten gegen den nächsten rassistischen Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel zu beteiligen! Das betrifft nicht nur den dortigen Kiez, sondern geht ganz Berlin etwas an!

Demonstration zur Solidarität mit Flüchtlingen und gegen den Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassist*innen im Allende-Viertel:

Freitag, 28. November | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Berlin-Köpenick | Demonstration | 18:30 Uhr | Salvador-Allende-Str./Müggelschlösschenweg | Gemeinsame Kundgebung

[Treffpunkt für Menschen aus anderen Bezirken: 16:30 Uhr am Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße)]

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Berlin-Köpenick: „Nein zum Heim“-Aufmarsch an Flüchtlingsunterkunft

Mehr als 400 Personen haben heute am rassistischen „Nein zum Heim“-Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel teilgenommen. Antifaschistischer Protest wurde durch Polizei verhindert.

Nachdem auf den Facebook-Seiten „Nein zum Heim in Köpenick“ und „Nein zum Containerdorf in Allende 2“ sowie über Flugblätter zu einem Aufmarsch aufgerufen wurde, versammelten sich am Abend des 21. November 2014 über 400 Anwohner*innen, gemeinsam mit etwa 50 Personen der organisierten Neonaziszene im Allende-Viertel. Unter Sprechchören, wie „Wir wollen keine Asylanten-Heime“ oder „Reißt die Hütte ein“ liefen sie an der Baustelle der neuen Unterkunft in der Alfred-Randt-Straße sowie an der von Geflüchteten bewohnten Unterkunft in der Salvador-Allende-Straße vorbei.

Etwa 30 Antifaschist*innen, die spontan ihren Protest auf die Straße tragen wollten, wurden in der Nähe der Route des rassistischen Aufmarsches ohne Vorwarnung von Bereitschaftspolizist*innen mit Tritten und Schlägen angegriffen und zwischenzeitlich eingekesselt. Dabei wurde durch die Polizei ein Transparent gegen Rassismus gestohlen und eine Person grundlos zu Boden gestoßen und vorläufig festgenommen. Obwohl es sich um einen friedlichen Protest handelte, wird nun gegen die Person wegen Widerstand und Körperverletzung ermittelt. Durch das Agieren der Polizei, wurde anschließend ein direkter Protest an der Route komplett verhindert. Auch die Anmeldung einer Versammlung von Seiten der antifaschistischen Protestierenden wurde hinausgezögert.

Unter großer Angst zogen sich die Bewohner*innen der bestehenden Flüchtlingsunterkunft in der Salvador-Allende-Straße in die oberen Etagen zurück, wie Unterstützer*innen berichten. Der maßgeblich von NPD-Aktivist*innen – darunter dem Landesvorsitzenden der neonazistischen Partei Sebastian Schmidtke – organisierte Aufmarsch, konnte seitlich direkt an der Flüchtlingsunterkunft entlang marschieren.

Sprecherin Tina Böhm erklärt: „Es ist unfassbar, dass die Polizei einen Aufmarsch, der offensichtlich maßgeblich von Neonazis unterstützt wird, an einer Unterkunft für Geflüchtete entlang führt.“ Die Polizei hatte zuvor erklärt, keine rassistischen Aufmärsche an Unterkünften zu genehmigen.

Böhm ergänzt: „Den Leuten, die an solchen Versammlungen teilnehmen, sollte bewusst sein, dass sie sich mit Neonazis gemein machen. Hier geht es nicht um die falsche Standortwahl. Das Problem heißt Rassismus. Wem es darum geht, dass die Menschen – die in Deutschland Schutz suchen – besser untergebracht und versorgt werden, sagt stattdessen: ‘Refugees Welcome!’“

Bereits am vergangenen Samstag, den 15. November, fand ein Aufmarsch mit etwa 400 sogenannten Heim-Gegner*innen statt. Am 19. November beteiligten sich etwa 150 Personen an einer Versammlung direkt vor dem Bauzaun in der Alfred-Randt-Straße. Mit Kerzen formten sie den Schriftzug „Nein zum Heim“.

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22.11.: Gemeinsam gegen Rassismus – Naziaufmarsch in Marzahn verhindern!

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Neonazis aus Berlin und Brandenburg planen für den 22.11.2014 einen Aufmarsch durch den Berliner Stadtteil Marzahn. Es wird einer der größten Aufzüge der extremen Rechten seit Jahren in Berlin erwartet.

Dagegen formiert sich Widerstand. Antifaschistische Gruppen, Initiativen und Parteien haben Gegenprotest angekündigt.

Die Nazis wollen sich ab 14 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Jan-Petersen-Str. treffen. Die Route wird sich vermutlich von dort ausgehend im Umfeld des Standortes der künftigen Geflüchtetenunterkunft in der Schönagelstr. bzw. Landsberger Allee/Blumberger Damm bewegen.

Update 19.11.2014:
!!!Die Nazis wollen von Marzahn nach Hellersdorf laufen und auch an der Geflüchtetenunterkunft in der Carola-Neher-Straße marschieren.!!!

Vortreffpunkte:
12 Uhr Ostkreuz (Sonntagstraße) – für Kreuzberg / Neukölln / Treptow / etc.
12Uhr Frankfurter Allee (Sparkasse) – für Friedrichshain / Pankow / Weißensee / etc.

Bisher bekannte Gegenkundgebungen:
Landsberger Allee / Blumberger Damm
S-Bhf. Raoul-Wallenberg-Str.
Alice-Salomon-Platz
Neue Grottkauerstr. / Hellersdorfer-Str.

Ticker: twitter.com/ai_b_bbg
Hashtag: #mahe #mahe2211
Weitere Infos: www.akmh.blogsport.eu

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Erklärung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick:

15.11.2014

Massive Stimmungsmache im Köpenicker Allende-Viertel

Rassistische Anwohner_innen und Neonazis rufen von der Polizei unbehelligt zur Gewalt gegen Flüchtlinge auf

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Am Samstag, den 15. November 2014 versammelten sich circa 400 rassistische Anwohner_innen des Allende-Viertels und Neonazis aus ganz Berlin und Brandenburg, um mit einem Aufmarsch durch das Wohngebiet in Berlin-Köpenick zu ziehen.

Der Grund für den menschverachtenden Aufmarsch ist die geplante Eröffnung einer Containerunterkunft für Flüchtlinge in der Alfred-Randt-Straße. Schon im Vorfeld kochte die Stimmung im Allende-Viertel hoch und entwickelte sich zu einer rassistischen Atmosphäre. Rassistische Anwohner_innen haben dafür gezielt Falschinformationen verbreitet.

Es beteiligten sich heute aber auch etwa 200 Menschen an einer Kundgebung von Flüchtlingsunterstützer_innen, um sich mit den traumatisierten Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, solidarisch zu zeigen und um gegen die Hetze des rassistischen Aufmarsches zu protestieren.

Dieser friedlichen Kundgebung der Zivilgesellschaft wurden leider durch die Polizei Steine in den Weg gelegt. So hat die Einsatzleitung im Vorfeld den Initiator_innen zugesichert, dass der angemeldete Protest in Hör- und Sichtweite des rassistischen Aufmarsches stattfinden kann. Erst als sich der Aufmarsch in Bewegung setzte, wurde klar, dass die Polizei dieses Versprechen nicht einhielt und eine andere Route gelaufen wurde. Des Weiteren versicherte die Polizei, den Aufmarsch sofort zu beenden, wenn sich daran organisierte Neonazis beteiligen. Dies war ebenfalls eine falsche Zusage, denn bis zum Schluss sind circa 100 Mitglieder aus NPD, Die Rechte und dem Nationalen Widerstand Berlin (NW Berlin) und deren Anhänger_innen mitmarschiert, die zum Großteil extrem gewalttätig sind und die vor Ort fast ausnahmslos die Ordner stellten. Aus diesem Personenkreis wurden am Rande des Aufmarsches auch Journalist_innen und kritische Anwohner_innen bedrängt und bedroht.

Als die zivilgesellschaftliche Kundgebung aus Protest gegen diese skandalöse Fehlentscheidung der Polizeiführung aufgelöst wurde, teilten die Beamt_innen mit, eine spontane Protestkundgebung in Hör- und Sichtweite des Aufmarsches zu genehmigen. Der dafür von der Polizei vorgeschlagene Ort hätte dem aber ebenfalls nicht entsprochen.

Wir verurteilen als Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick diesen Umgang mit uns aufs Schärfste. Die Polizei hat gemachte Zusagen nicht eingehalten. Dies werden wir nicht einfach so hinnehmen. Zudem verurteilen wir, dass zwei friedliche Gegendemonstrantinnen grundlos gewalttätig festgenommen wurden. Dass mehrere Polizeibeamt_innen versuchten ihre Kolleg_innen zurückzuhalten, als diese prügelnd auf Akteur_innen der Zivilgesellschaft losgingen, und sie dafür sogar zur Rede stellten, zeigt, dass es dafür keinerlei Rechtfertigung gibt. Ebenso gibt es keine Rechtfertigung dafür, dass sich circa 50 organisierte Neonazis, die vom NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke angeführt wurden, auf dem Anreiseweg vermummten und versuchten Gegendemonstrant_innen anzugreifen. Die meisten Polizeibeamt_innen guckten in dieser Situation einfach zu und ließen die gewalttätige Gruppe ungehindert zum Aufmarsch ziehen. Die Gegendemonstrant_innen konnten sich nur dadurch retten, indem sie die Flucht vor den gewalttätigen Neonazis ergriffen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass sich dann der rassistische Aufmarsch frei durchs Allende-Viertel bewegen konnte, macht deutlich, dass die Polizeiführung hier klar Partei ergriffen hat. Dieser Umstand ist für uns ein verheerender Umgang. Denn dadurch, dass die Teilnehmer_innen des rassistischen Aufmarsches offen und ungehindert zur Gewalt gegen alle, in ihren Augen „nicht deutschen Menschen“, aufrufen konnten und ein Klima der Angst erzeugen konnten, wurden diese Leute massiv in ihrem Agieren bestärkt. Mit diesem Ansporn werden die rassistischen Proteste in naher Zukunft nur noch größer und aggressiver werden. Die Polizeiführung nimmt damit billigend in Kauf, dass die Flüchtlinge nach ihrem Einzug in Lebensgefahr geraten.
Durch diesen Umgang mit uns als Zivilgesellschaft wird eine Kooperation mit der Polizei in Zukunft ernsthaft in Frage gestellt.

Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick

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Samstag 15.11. Mahnwache: “Solidarität mit Flüchtlingen statt Ausgrenzung!“ um 15.30 Uhr Allendeviertel

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick lädt für Samstag 15.30 Uhr zu einer Mahnwache ein, die sich vor dem Standort der künftigen Flüchtlingsunterkunft in der Alfred-Randt-Straße 19 (im Allende-2-Gebiet) unter dem Motto “Solidarität mit Flüchtlingen statt Ausgrenzung!“ positioniert, um einer für 16 Uhr geplanten „Bürgerdemo“ von Heimgegner_innen zu zeigen, das sich auch viele Menschen für eine Willkommenskultur einsetzen, egal, wo sich Flüchtlingsheime befinden.

Doch das Allende-Viertel ist nicht der einzige Brennpunkt:

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Stolpersteinverlegung am Jahrestag der Deportationen der jüdischen Berliner*innen und Protest gegen Büroeröffnung des NPD-Europaabgeordneten

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Heute vor 73 Jahren, am 18. Oktober 1941, begannen die Deportationen von jüdischen Berliner*innen in die Ghettos und Vernichtungslager. Anlässlich dieses Jahrestages wurde heute in Berlin-Köpenick ein Stolperstein für Julius Fromm verlegt, der von Nationalsozialisten verfolgt wurde, weil er Jude war und dessen Firma Fromms Act arisiert wurde.

Nach der Stolpersteinverlegung hielten 20 Antifaschist*innen spontan eine Kundgebung vor der NPD-Bundeszentrale ab, um gegen die Eröffnung eines „Bürgerbüros“ des NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt zu protestieren.
Voigt wurde bei der Europawahl am 25. Mai 2014 ins Europäische Parlament gewählt. Das Büro befindet sich in der NPD-Bundezentrale in der Köpenicker Seelenbinderstraße 42. Voigt verwendet so die Gelder des Europäischen Parlaments, um den Unterhalt der NPD-Zentrale zu finanzieren. Dies ist eine enorme Entlastung für die neonazistische NPD, die mit den zukünftig eingesparten Geldern ihre menschenverachtende Propaganda verstärken kann.
Dies wurde durch den antifaschistischen Protest aber nicht unkommentiert gelassen.

Und schon am 31. Oktober gibt es den nächsten antifaschistischen Protest in Treptow-Köpenick: Eine Kundgebung gegen den internationalen Naziversand in der Köpenicker Landstraße.
Wir sagen: Gegen die menschenverachtende NS-Ideologie! Damals wie heute!

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Kundgebung am 31.10. in Plänterwald: Nazimusik den Saft abdrehen – Das Berliner NS Black-Metal-Netzwerk zerschlagen

1017741_783304235062832_2691828753853084742_nKundgebung am 31.10.2014 (Freitag) – 17:00 Uhr – bei Möbus Naziversand (Köpenicker Landstraße zwischen Dammweg und Eichbuschallee [Buslinien 166 und 167 / nähe S-Bahnhof Berlin-Plänterwald])

Anfang November jährt sich zum dritten Mal die Selbstenttarnung des Terrornetzwerkes „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), das 13 Jahre lang ungehindert von staatlichen Institutionen mindestens zehn Morde begehen konnte und durch Bombenanschläge zahlreiche Menschen verletzte. Im Zuge der Aufdeckungen wurde deutlich, dass während der Ermittlungen ein rassistisches Motiv und Neonazis als Täter konsequent ausgeblendet wurden und stattdessen die Opfer und ihre Angehörigen durch die staatlichen Institutionen auf rassistischer Weise einer Kriminalisierung ausgesetzt waren. Die Taten waren möglich, obwohl mehrere „Sicherheitsbehörden“ im direkten Umfeld bezahlte Spitzel hatten, da der NSU keineswegs eine isolierte Zelle aus drei Personen, sondern ein mit der militanten Neonaziszene in Thüringen und Sachsen eng verwobenes Netzwerk war. Der dritte Jahrestag ist für uns Anlass, auf einen Neonazi aufmerksam zu machen, der aus demselben Thüringer Dunstkreis entstammt, damals in den selben Kreisen aktiv war und bis heute in der Szene – mittlerweile in Berlin – wichtige Funktionen übernimmt: Hendrik Möbus.

In Berlin-Plänterwald betreibt der verurteilte Mörder Möbus zusammen mit seinem Kameraden Christian Schöndorfer einen Neonaziversand mit dem Namen „Merchant of Death“, in dem diverse Tonträger aus dem Bereich des sogenannten „National Socialist Black Metal“ (NSBM) vertrieben werden. Der NSBM ist eine neonazistische Variante des Black Metal, mit dem Neonazis versuchen in dieser Musikszene ihre rassistischen, antisemitischen und NS-verherrlichenden Inhalte zu verbreiten. Wie antifaschistische Recherchen vor kurzem aufgedeckt haben, ist Möbus allerdings nicht nur ein rechter Versandhändler mit mehrjähriger Hafterfahrung (wegen der Ermordung eines Mitschülers 1993 und diversen rechten Straftaten) sondern auch Kopf eines rechten Netzwerkes mit besten Verbindungen zur militanten Berliner Neonaziszene und der NPD, für die er auch Propagandamaterial herstellte. Zudem verfügt Möbus über diverse Auslandskontakte und tritt europaweit als Veranstalter von Neonazikonzerten in Erscheinung.

Nach seiner ersten Haftstrafe wegen Mordes 1998 gründete Möbus einen Neonaziverein, der eng mit dem „Thüringischen Heimatschutz“ (THS) kooperierte, in dem Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe aktiv waren. Nachdem Möbus mehrere rechte Straftaten beging und wieder eine Festnahme drohte, floh er in die USA. Dort tauchte er bei dem lokalen Neonaziführer William Pierce unter, dem Autor des in rechten Kreisen populären Romans „Die Turner Tagebücher“. Dieses rassistische Pamphlet gilt als Blaupause für den NSU, da dort detailliert das Leben und terroristische Wirken einer Neonazizelle im Untergrund beschrieben wird und es deutliche Parallelen zum NSU offenbart. Mindestens zwei Angeklagte im Münchener NSU-Prozess – Ralf Wohlleben und Andre Eminger – besaßen deutsche Ausgaben dieses Romans.

Möbus wurde schließlich 2000 aufgespürt und in den USA verhaftet. Die rechte Szene versuchte ihn zu unterstützen: In Untergrundzeitschriften aus dem unmittelbaren NSU-Umfeld erschienen Spendenaufrufe für Möbus, der Chef des „Thüringer Heimatschutz“ und V-Mann Tino Brandt flog sogar extra in die USA. Erst 2007 kam Möbus wieder auf freien Fuß und zog nach Berlin. Hier baute er sein Netzwerk aus und sein Geschäft zusammen mit Christian Schöndorfer auf. Schöndorfer stammt auch aus der rechten Szene Thüringens und war zusammen mit Möbus in Haft. Auch er hat Verbindungen zum NSU: Er ist mit Stefan Apel, dem Cousin von Beate Zschäpe befreundet, der als Teil der Clique bis zum Untertauchen der Terroristen in der rechten Szene verkehrte und noch heute Sympathien für rechte Parolen hat.

Aus diesem Grund wollen wir am Freitag, einen Tag vor der Demonstration „NSU-Terror: Staat und Nazis Hand in Hand – Rassismus in der Gesellschaft bekämpfen!“ in Berlin gegen den rechten Versandhandel von Möbus und Schöndorfer vor dessen Sitz in Berlin-Plänterwald demonstrieren. Hier wird die Propaganda gelagert und verschickt, von hier koordiniert Möbus sein Netzwerk und von hier organisiert er seine europaweiten Konzerte.

Gegen Rassismus und Neonazismus – Gegen Nazipropaganda im Black Metal – Im Gedenken an die Opfer des NSU!

Flyer und Plakate zum Ausdrucken gibt es hier: http://abso.blogsport.de/2014/10/15/kundgebung-am-31-10-in-plaenterwald-nazimusik-den-saft-abdrehen-das-berliner-ns-black-metal-netzwerk-zerschlagen/#more-104

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Samstag, 06.09.2014: UFFMUCKEN OPEN AIR #3

KONZERT FÜR ALTERNATIVE JUGENDKULTUR UND GEGEN RASSISTISCHE HETZE IN SCHÖNEWEIDE UND ANDERSWO

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SAMSTAG, 6. SEPTEMBER 2014, 18:00 UHR

JUGENDSCHIFF REMILI (Hasselwerderstraße 22a) / AM KAISERSTEG
(NÄHE S-BHF. BERLIN-SCHÖNEWEIDE)

Erzählt es weiter, nehmt eure Freund*innen mit und kommt vorbei!

liveonstage:

FILOU ROUGE (berlin boom orchestra)
GRADEAUS (punkrock)
BLAST INJURY (metalcore)

KOST NIX!

AUSSERDEM GIBT’S VEGANE VOKÜ VON [CHILI-TK]

Um den bestehenden Neonazi-Strukturen in Schöneweide etwas entgegenzusetzen, hat sich vor einiger Zeit die Initiative Uffmucken gegründet. Dafür haben sich alternative Jugendliche und verschiedenste Initiativen mit dem Ziel zusammengeschlossen, durch eine bunte und lebendige (Gegen-)Kultur dem braunen Treiben und alltäglichen Rassismus auf der Straße ein Ende zu bereiten. Erfolg des öffentlichen Drucks: Im Frühjahr 2014 mussten das Neonazigeschäft „Hexogen“) die rechte Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße schließen.

Nun engagiert sich Uffmucken auch verstärkt gegen Rassismus im Zusammenhang mit der Eröffnung von Sammelunterkünften für Geflüchtete in Treptow-Köpenick. Rassistischer Ausgrenzung und menschenverachtender Hetze setzen wir ein tolerantes und respektvolles Miteinander entgegen. Wir protestieren, wenn Rassist*innen und Neonazis gegen Geflüchtete hetzen und werden rassistische Gewalt nicht dulden. Aber auch dann, wenn Menschen im Zuge einer rassistischen staatlichen Asylpraxis abgeschoben werden, diskriminierende Polizeikontrollen über sich ergehen lassen müssen oder ihnen die grundlegendsten Bedürfnisse verweigert werden, gehen wir auf die Straße.

UFFMUCKEN will verändern.

Hier und Jetzt. Unser Ziel ist ein schönes Leben für Alle.

****
Wenn Ihr auch Null Bock auf Nazis habt und mit kreativen Aktionen eine antifaschistische und antirassistische Kultur in im Bezirk verankern wollt, dann zögert nicht: Macht mit und meldet euch bei uns!

UFFMUCKEN OPEN AIR #3 auf Facebook: https://www.facebook.com/events/271184846408447/?ref=22

Email: info[ät]uffmucken-schoeneweide.de

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Lautstarke Proteste gegen den Aufmarsch des Wachbataillons der Bundeswehr in Berlin-Köpenick

“Am heutigen Nachmittag marschierten etwa 30 Soldat*innen des Berliner Wachbataillons der Bundeswehr anlässlich derImage01 traditionellen „Köpenickiade“ vor dem Rathaus Köpenick, Sitz des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, auf und provozierten lautstarke Proteste. Denn gekommen waren auch mehr als 50 Menschen, um gegen die geschmacklose Inszenierung und die Militarisierung des öffentlichen Raumes zu demonstrieren.

Zu Gegenprotesten aufgerufen hatten das Antifaschistische Bündnis Südost [ABSO] und die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Wie einer Pressemitteilung des Bezirksamtes zu entnehmen war, sollten statt Laienspielern, wie sonst üblich, diesmal „echte Gardesoldaten des Berliner Wachbataillons“ den Raub der Stadtkasse durch den Schuster Wilhelm Voigt nachspielen und dabei symbolisch das Köpenicker Rathaus besetzen. Man wollte „zu Ehren des Bezirksbürgermeisters Oliver Igel […] aufmarschieren.“1 Bekannt wurde Voigt als „Hauptmann von Köpenick“ durch seine spektakuläre Besetzung des Rathauses der damals selbständigen Stadt Cöpenick am 16. Oktober 1906, in das er als Hauptmann verkleidet mit einem Trupp gutgläubiger Soldaten eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse entwendete.

Die Bundeswehr wollte die Veranstaltung für Werbezwecke zur Rekrut*innenanwerbung nutzen. Daher war auch ein Informationsstand des „Karrierecenter Berlin“ der Bundeswehr angekündigt. Doch mehr als 50 Menschen, darunter etliche Anwohner*innen, mischten sich unter die Schaulustigen und machten mit Plakaten, Transparenten, Trillerpfeifen und Sprechchören deutlich, dass solche Bundeswehreinsätze in Köpenick nicht erwünscht sind. Neben Vertreter*innen des Antifaschistischen Bündnisses Südost [ABSO] und der Bertliner VVN-BdA protestierten auch Mitglieder von DIE LINKE Treptow-Köpenick, Junge Linke Treptow-Köpenick und anderen Organisationen gegen das militaristische Spektakel. Nur die Berliner Polizei zeigte wieder einmal, dass antimilitaristische Proteste nicht gewollt sind und war mit einem Großaufgebot zugegen.

ABSO-Pressesprecherin Tina Böhm stellt klar: „Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg und endete mit Millionen Toten, absolutem Chaos und der trüben Aussicht auf einen Zweiten, noch viel schlimmeren Weltkrieg. Dass die Bundeswehr nun versucht, auf offener Straße Menschen für ihre Zwecke zu rekrutieren, ist nicht nur geschmacklos. In völliger historischer Verdrehung den ‘Hauptmann von Köpenick’, eigentlich Symbolfigur gegen den preußischen Kadavergehorsam des Militärs, ist zudem regelrecht dumm. Dass sich der Bezirksbürgermeister zu einer solchen Schmierenkomödie herab lässt, ist nicht akzeptabel.“

Und Böhm ergänzt: „Umso mehr freuen uns die lautstarken Proteste. Hoffen wir, dass die Straßen Treptow-Köpenicks nicht noch einmal für ein solches Schauspiel missbraucht werden.“

Der Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA Markus Tervooren erklärt: „Schon Kurt Tucholsky wusste: ‘Soldaten sind Mörder.’ Wer für diesen Beruf wirbt, muss sich entschiedenen Protest gefallen lassen.“”

Weitere Informationen und Bilder unter: http://abso.blogsport.de

 

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06.09.2014: UFFMUCKEN#3

Uffmucken2014_flyer_front_final_minKONZERT FÜR ALTERNATIVE JUGENDKULTUR UND GEGEN RASSISTISCHE HETZE IN SCHÖNEWEIDE UND ANDERSWO

SAMSTAG, 6. SEPTEMBER 2014

18 UHR

JUGENDSCHIFF REMILI (Hasselwerderstraße 22a) / AM KAISERSTEG

(NÄHE S-BHF. BERLIN-SCHÖNEWEIDE)

liveonstage

FILOU ROUGE (berlin boom orchestra)

GRADEAUS (punkrock)

BLAST INJURY (metalcore)

KOST NIX

AUSSERDEM GIBT’S VEGANE VOKÜ VON [CHILI-TK]

Um den bestehenden Neonazi-Strukturen in Schöneweide etwas entgegenzusetzen, hat sich vor einiger Zeit die Initiative Uffmucken gegründet. Dafür haben sich alternative Jugendliche und verschiedenste Initiativen mit dem Ziel zusammengeschlossen, durch eine bunte und lebendige (Gegen-)Kultur dem braunen Treiben und alltäglichen Rassismus auf der Straße ein Ende zu bereiten. Erfolg des öffentlichen Drucks: Im Frühjahr 2014 mussten das Neonazigeschäft „Hexogen“) die rechte Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße schließen.

Nun engagiert sich Uffmucken auch verstärkt gegen Rassismus im Zusammenhang mit der Eröffnung von Sammelunterkünften für Geflüchtete in Treptow-Köpenick. Rassistischer Ausgrenzung und menschenverachtender Hetze setzen wir ein tolerantes und respektvolles Miteinander entgegen. Wir protestieren, wenn Rassist*innen und Neonazis gegen Geflüchtete hetzen und werden rassistische Gewalt nicht dulden. Aber auch dann, wenn Menschen im Zuge einer rassistischen staatlichen Asylpraxis abgeschoben werden, diskriminierende Polizeikontrollen über sich ergehen lassen müssen oder ihnen die grundlegendsten Bedürfnisse verweigert werden, gehen wir auf die Straße.

UFFMUCKEN will verändern.

Hier und Jetzt. Unser Ziel ist ein schönes Leben für Alle.

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Wenn Ihr auch Null Bock auf Nazis habt und mit kreativen Aktionen eine antifaschistische und antirassistische Kultur in im Bezirk verankern wollt, dann zögert nicht: Macht mit und meldet euch bei uns!

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Internet: uffmucken-schoeneweide.de

 

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