Neonazis schändeten Denkmal an die Opfer der Köpenicker Blutwoche

Person, die dies zur Anzeige brachte, musste sich gegenüber dem lokalen Polizeiabschnitt dafür rechtfertigen

In Köpenick kommt es aktuell zu immer mehr Sprühereien von Neonazis. Am vorletzten Wochenende wurde nun das Denkmal für die Opfer der „Köpenicker Blutwoche“ am Platz des 23. April mit dem Spruch „Demokratie=Volkstod“ besprüht. Bisher konnten Neonazis ihre Parolen ungestört von der Polizei verbreiten. Stattdessen musste sich nun die Person, die Schändung des Denkmals anzeigte, gegenüber dem örtlichen Polizeiabschnitt 66 rechtfertigen. Unter anderem wurde die Person mit der Frage bedrängt, was sie denn in Köpenick zu suchen habe. Fragen zu den gesprühten Parolen der Neonazis wurden dagegen keine gestellt. Die „Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V [VVN-BdA]“ merkt dazu richtig an, dass es sich hier um ein altbekanntes Muster handelt: Nicht bei den Neonazis, etwa bei der nur 200 Meter vom Tatort entfernten NPD-Bundeszentrale wird ermittelt, sondern die Überbringer*innen der schlechten Nachricht werden misstrauisch beäugt. [¹]

Das jetzige Verhalten des Abschnitts zeigt erneut, welche Priorität die Bekämpfung von neonazistischen und rassistischen Aktivitäten für den Abschnitt 66 hat. Bereits in der Vergangenheit ereigneten sich prägnante Beispiele, die das verdeutlichen. So gestatte der Abschnitt Ende 2014 einem Aufmarsch von 450 Neonazis und anderen Rassist*innen direkt an der von Geflüchteten bewohnten Unterkunft in der Salvador-Allende-Straße vorbeizumarschieren. Unter den Bewohner*innen im Haus brach daraufhin Panik aus. Als in diesem Zeitraum wöchentliche NPD-Aufmärsche im Köpenicker Allende-Viertel stattfanden, nahmen hochrangige NPD-Funktionär*innen an den regelmäßig stattfindenden Kooperationsgesprächen im Abschnitt 66 teil. Die Verantwortlichen verschwiegen aber, dass es sich um führende Köpfe der Berliner Neonaziszene handelte und behaupteten stattdessen vehement, dass es sich bei den Personen nur um besorgte Bürger*innen handele. Ein anderes Beispiel aus dem Frühling 2015 ist eine Versammlung, mit der die rechte Kleinpartei „Pro Deutschland“ Hass gegen Geflüchtete verbreitete und die neben der schon erwähnten Unterkunft in der Salvador-Allende-Straße stattfinden konnte. Dies sah der Abschnitt 66 nicht als problematisch an. Es wurde sich stattdessen darauf konzentriert die antifaschistische Gegenkundgebung zu schikanieren, die über hundert Meter davon entfernt stattfinden musste. Ein drittes Beispiel sind die wöchentlichen Kundgebungen zu Beginn des Jahres 2016, die Neonazis direkt vor der Notunterkunft in der Glienicker Straße in Köpenick abhalten konnten. Auch hier gestatte der Abschnitt 66 es den Neonazis – die durch schwarz-weiß-rote Fahnen, Hakenkreuz-Tätowierungen und einem NS-verharmlosenden Transparent auffielen – direkt vor der Unterkunft Geflüchtete einzuschüchtern.

Dass Neonazis in Köpenick von Seiten der Polizei gerade wieder das Leben leicht gemacht wird, zeigt nicht nur die Schändung des Denkmals für die Opfer der Köpenicker Blutwoche, mit dem an die ersten Opfer des nationalsozialistischen Terrors in Köpenick gedacht wird. Bereits seit Wochen sprühen Neonazis immer mehr rechte Parolen im Ortsteil. Immer mehr Stromkästen werden von oben bis unten schwarz-weiß-rot angesprüht und sind nicht zu übersehen. Das sich dann ausgerechnet Menschen gegenüber dem Abschnitt rechtfertigen müssen, die Neonazipropaganda anzeigen, zeigt in erschreckender Weise die Gleichgültigkeit der Polizei im Ortsteil gegenüber rechtsradikalen Aktivitäten.

Wir schließen uns der Berliner VVN-BdA an und fragen uns, warum der Polizei die Tat nicht selbst und schon früher aufgefallen ist. Hier fehlt nach wie vor die Aufmerksamkeit und Sensibilität und sicherlich auch die Empathie gegenüber gefährdeten Orten und Personen. Bis heute fehlen Ermittlungsergebnisse der Berliner Polizei zu Angriffen und Anschlägen von neonazistischen Täter*innen, vor allem in Neukölln, aber auch in Treptow-Köpenick.

 

[¹] Die ganze Pressemitteilung der Berliner VVN-BdA findet sich hier:  http://berlin.vvn-bda.de/2017/11/neonazis-schaendeten-denkmal-an-die-opfer-des-faschismus-am-platz-des-23-april-in-koepenick-mit-dem-spruch-demokratievolkstod/

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Kundgebung gegen AfD-Veranstaltung im Rathaus Köpenick

Am gestrigen 28. November 2017 protestierten etwa 50 Leute, trotz nur drei Tagen Vorlaufzeit, gegen den zweiten sogenannten „Bürgerdialog“ der rechtsradikalen AfD. Mit inhaltlichen Redebeiträgen wurde auf die menschenverachtenden Positionen der Partei aufmerksam gemacht.

In der Veranstaltung sollte es eigentlich um Verkehrspolitik gehen, wofür als Hauptredner der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus und ausgesprochene Fahrrad-Hasser Frank Scholtysek eingeladen war. Die Besucher*innen interessierten sich aber eher nicht für Verkehrspolitik, sondern wollten den Raum nutzen, um rassistische Äußerungen zu tätigen, unter anderem gegen Geflüchtete und ausländische Investor*innen. Und dafür hat die AfD auch den Raum zur Verfügung gestellt. Dies hat wieder gezeigt: Egal wie sachpolitisch sich die rechtsradikale Partei auch gibt, am Ende geht es immer um menschenverachtende Hetze.

Wir sehen es als Erfolg an, dass am getrigen zweiten AfD-„Bürgerdialog“ nur noch 20 Gäste teilnahmen (im Vergleich zu 50 beim ersten). Und wir haben gestern deutlich gemacht: Egal wo die AfD in Treptow-Köpenick ihren Hass verbreiten möchte, wir werden dagegen protestieren!
Zudem rufen wir dazu auf sich an der antifaschistischen Kundgebung am 6.12. um 19 Uhr gegen den berlinweiten AfD-Stammtisch im Ratskeller Charlottenburg zu beteiligen! Gegen die Normalisierung rechter Hetze! Keinen Raum der AfD!
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Gegen die Normalisierung rechter Hetze – Kundgebung gegen den „Bürgerdialog“ der AfD

Dienstag, 28.11.2017 – 18 Uhr – Rathaus Köpenick (Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin)
Der Bezirksverband der AfD Treptow-Köpenick möchte am Dienstag, den 28. November im Rathaus Köpenick einen zweiten sogenannten „Bürgerdialog“ abhalten. Thema soll die Verkehrsinfrastruktur sein, als Redner ist der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus und ausgesprochene Fahrrad-Hasser Frank Scholtysek angekündigt. Mit den „Bürgerdialogen“ versucht die sonst wenig in der Öffentlichkeit sichtbare Fraktion Bürger*innennähe zu beweisen und über ihren sachpolitischen Wissensmangel hinwegzutäuschen.
 
AfD-Politiker*innen beklagen immer wieder, dass sie in die rechtsradikale Ecke gestellt werden. Dabei tun sie gerade alles dafür, dass sie als das wahrgenommen werden, was sie sind: Eine rechtsradikale Partei. Ein Hauptanliegen der Treptow-Köpenicker AfD ist ausgerechnet der Kampf gegen das Engagement gegen Neonazis und Rassismus. Mit dem Ziel, dass es irgendwann keine Initiativen und Menschen mehr gibt, die gegen neonazistische Aktivitäten vorgehen. Und das gerade im Bezirk Treptow-Köpenick, der seit mehreren Jahrzehnten ein Neonaziproblem hat. Wie schon die Neonazis der NPD vor ihr, versuchen AfDler*innen mit dem Mittel der Großen Anfragen in der BVV Namen und Adressen von Antifaschist*innen zu erfahren. Der Versuch des Anlegens von Feindeslisten scheint jetzt auch bei beiden rechten Parteien zur Tradition zu werden. In der letzten Jugendhilfeausschuss-Sitzung stellte die AfD den Antrag, einem lokalen Projekt der politischen Bildung die Mittel zu streichen, da dieses Projekt „linksextrem“ sei. Der Beweis? Ein paar Graffitis an einem Jugendclub und die Zielgruppe „menschenrechtsorientierte Jugendliche“.
 
Der Kampf der AfD gegen vermeintlichen „Linksextremismus“ ist immer das Einsetzen für eine rassistische und nationalistische Gesellschaft. Das wollen wir nicht unwidersprochen lassen. Beim letzten „Bürgerdialog“ in Altglienicke kam es am Rande zu Bedrohungen und rassistischen Anfeindungen durch die Gäste der AfD, daher werden wir da sein, wenn sie kommen!
Wir stellen uns den rassistischen, heterosexistischen, antisemitischen, homosexuellenfeindlichen und anderen menschverachtenden Inhalten der AfD entgegen! Wir wollen konkret an den Orten Widerstand leisten, an denen eine Normalisierung rechter Inhalte und Einstellungen angestrebt wird. Seid mit dabei! Egal ob in Köpenick oder anderswo!

Dienstag, 28.11.2017 – 18 Uhr – Rathaus Köpenick (Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin)

Ladet Eure Facebook-Kontakte ein: https://www.facebook.com/events/186263581922543/

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Kundgebung gegen die logistische Unterstützung der AfD durch die R & W Immobilienanlagen GmbH

Am 27. September 2017 protestierten etwa 50 Teilnehmer*innen gegen die logistische Unterstützung der AfD durch die R & W Immobilienanlagen GmbH. Die Kundgebung, die vor dem Firmensitz des Immobilienunternehmens am Schöneberger Ufer 89 stattfand, sollte die Mitarbeiter*innen der anderen Firmen im Gebäude sowie vorbeilaufende Passant*innen über die dubiosen Machenschaften der R & W Immobilienanlagen GmbH aufmerksam machen. Andererseits sollte der Druck auf das Unternehmen erhöht werden, welches spätestens seit Februar über das Polit-Büro der AfD in seinem Gebäude informiert ist und sich bisher jedem Dialog mit der Treptow-Köpenicker Zivilgesellschaft verweigert hat.

So sollte der R & W Immobilienanlagen GmbH während der Kundgebung auch ein Forderungspapier  überreicht werden, in dem das Unternehmen erneut aufgefordert wird, die rechtsradikalen Aktivitäten in dessen Räumlichkeiten in der Johannisthaler Winckelmannstraße 31 zu unterbinden. Das Unternehmen öffnete aber nicht die Tür und verweigerte die Annahme des Forderungspapiers. Dieses wurde dann in den Briefkasten der Firma eingeworfen und eine Kopie über den Lautsprecher verlesen. Das Schreiben – welches neben Uffmucken weitere zivilgesellschaftliche Initiativen, Bündnisse und Projekte aus Treptow-Köpenick unterzeichneten – gibt es hier zum Nachlesen: Forderungspapier – Beenden Sie Ihre Unterstützung für die AfD!

Die Verantwortlichen der R & W Immobilienanlagen GmbH verweigerten ebenfalls den Dialog mit den Teilnehmenden der Kundgebung. Stattdessen fotografierte eine Mitarbeiterin des Unternehmens gezielt die Teilnehmer*innen der Kundgebung ab.

Die Kundgebung erfuhr unter den vorbeigehenden Passant*innen und den Mitarbeiter*innen der anderen Firmen im Gebäude am Schöneberger Ufer 89 ein großes Interesse. Fast alle haben sich die Flugblätter, die am Rand verteilt wurden und mit denen über die Unterstützung der AfD durch die R & W Immobilienanlagen GmbH informiert wurde, bis zum Ende durchgelesen. Dies wird auch mit dem Schock vieler Menschen über den Wahlerfolg der rechtsradikalen AfD vom Sonntag zu tun haben. So gab es von den Vorbeigehenden auch sehr viele positive Rückmeldungen auf unseren Protest.

Die AfD Treptow-Köpenick äußerte derweil am Dienstag in der Treptow-Köpenicker Bezirksverordnetenversammlung, dass die Kundgebung am Schöneberger Ufer nicht zu ihrem Verständnis von Demokratie gehört. Dass das Demokratieverständnis von Faschist*innen immer ein obskures ist, ist selbsterklärend. Zum Glück haben aber die rechtsradikalen Hetzer*innen der Treptow-Köpenicker AfD nicht die Macht eine antifaschistische Kundgebung zu verbieten.

Die Nachbarschaft am Schöneberger Ufer und somit auch die anderen Firmen im Gebäude der Nummer 89 wissen nun darüber Bescheid, dass die R & W Immobilienanlagen GmbH logistische Unterstützung für eine rechtsradikale Organisation leistet. Niemand hat das Unternehmen dazu gezwungen. Es hat frei entschieden diese Unterstützung zu leisten. Und es kann genauso frei entscheiden diese Unterstützung zu beenden. Es wird auch weiterhin Proteste gegen die R & W Immobilienanlagen GmbH geben, falls das Unternehmen an seinem bisherigen Kurs festhält.

Rechte Hetze in die Spree! Keinen Raum der AfD!

Weitere Bilder gibt es hier: https://www.facebook.com/pg/Uffmucken/photos/?tab=album&album_id=1602125116512158

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Pressemitteilung: 27.09.: Kundgebung gegen Unterstützung der AfD durch Berliner Immobilienfirma 

Pressemitteilung:

27.09.: Kundgebung gegen Unterstützung der AfD durch Berliner Immobilienfirma 

Der Erfolg der AfD wurde auch durch die logistische Unterstützung möglich, die die rechte Partei erhält. So erhält sie etwa Hilfe durch die „R & W Immobilienanlagen GmbH“. Diese stellt dem Treptow-Köpenicker AfD-Verband ein Büro in der Winckelmannstraße 31 im Berliner Ortsteil Johannisthal zur Verfügung. Dort lagert die Partei ihre rechte Propaganda und betreibt von dort ihre Hetze gegen Minderheiten.

Interessant ist diesbezüglich vor allem, dass das Gebäude in der Winckelmannstraße 31, in dem das Büro liegt, nicht selbst von der AfD angemietet wurde. Bei dem dortigen Mieter handelt es sich um einen Hausmeister-Service. Dazu erklärt die Sprecherin der Initiative „Uffmucken Schöneweide“ Tina Böhm: „Es wäre ein leichtes für die Immobilienfirma diese Zweckentfremdung zu beenden und somit die menschenverachtende Propaganda, die von dort ausgeht, nicht weiter zu unterstützen. Doch daran hat das Unternehmen kein Interesse und deckt stattdessen die rechte Partei.“

Die R & W Immobilienanlagen GmbH wurde bereits in zwei offenen Briefen (im Februar und Juli) dazu aufgefordert Stellung zur Situation zu beziehen. Es erging allerdings keine Antwort und auch E-Mails blieben unbeantwortet. Der Telefonhörer wurde gar nicht erst abgenommen. Dazu erklärt Böhm: „Zunächst lautete die Strategie der Immobilienfirma einfach zu schweigen. Mittlerweile wissen wir aber sicher, dass sie kein Problem mit den rechten Aktivitäten in einem ihrer Gebäude hat. Darüber hinaus steht die Firma in regem Kontakt mit den Rassist*innen und Nationalist*innen der Treptow-Köpenicker AfD. Das ist insofern brisant, da gleichzeitig der Dialog mit der Zivilgesellschaft im Bezirk verweigert wird.“

Böhm erklärt weiter: „Wir lassen es nicht unwidersprochen zu, dass die R & W Immobilienanlagen GmbH mit ihrem Verhalten logistische Hilfe bei der Verbreitung antisemitischer, sexistischer, homosexuellenfeindlicher und rassistischer Hetze leistet. Deshalb rufen wir zum antifaschistischen Protest vor dem Sitz des Unternehmens auf!“

Die Kundgebung gegen die logistische Unterstützung der R & W Immobilienanlagen GmbH für die AfD beginnt am Mittwoch, den 27.09.2017 um 15 Uhr am Schöneberger Ufer 89-91 in 10785 Berlin-Tiergarten.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: https://uffmucken-schoeneweide.de/2017/09/02/27-09-kundgebung-gegen-die-logistische-unterstuetzung-der-r-w-immobilienanlagen-gmbh-fuer-die-afd/

Mit freundlichen Grüßen

Tina Böhm (für die Initiative „Uffmucken Schöneweide“)

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AStA der HTW holt sich AfD in die Hochschule

Für den morgigen Dienstag, den 12. September hat der AStA der HTW Berlin unter anderem einen AfDler eingeladen, um über die Bundestagswahl zu „diskutieren“.

Wir sind erschüttert, dass sich der AStA der HTW die antisemitische, sexistische, homosexuellenfeindliche und rassistische Hetze der AfD in seine Hochschule holt.

Den Einladenden scheint es egal zu sein, dass die AfD versucht an die rassistischen Proteste gegen Geflüchtete im Bezirk anzuknüpfen. Ebenfalls scheint ihnen egal zu sein, dass die AfD in Treptow-Köpenick alles versucht um Engagement gegen Neonazis zu bekämpfen. Vor dem Hintergrund dessen, dass Neonazis in Schöneweide – wo sich ein großer Teil der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) befindet – bis vor ein paar Jahren versuchten den ganzen Stadtteil zu kontrollieren, hat die jetzige Einladung einen besonderen Beigeschmack.

Damals konnte nur durch konsequenten Protest gegen Neonazismus und Rassismus erreicht werden, dass Neonazis ihre Läden und Kneipen verloren und sich der Stadtteil veränderte. Der AStA der HTW tritt dieses Engagement jetzt mit Füßen.

Damals konnte nur durch konsequenten Protest gegen Neonazismus und Rassismus erreicht werden, dass Neonazis ihre Läden und Kneipen verloren und sich der Stadtteil veränderte. Der AStA der HTW tritt dieses Engagement jetzt mit Füßen.

Wir schließen uns anderen Berliner ASten an fordern der AfD keine Plattform für ihre rechte Hetze zu geben!

 

Mehr Infos gibt’s hier: https://asta.tu-berlin.de/presse/kein-podium-f-r-afd-an-berliner-hochschulen

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Kundgebung gegen die logistische Unterstützung der R & W Immobilienanlagen GmbH für die AfD!

KEINEN RAUM FÜR NATIONALISMUS UND RASSISMUS!

Kundgebung gegen die logistische Unterstützung der R & W Immobilienanlagen GmbH für die AfD!

Mittwoch, 27.09.2017 – 15 Uhr – Schöneberger Ufer 89-91, 10785 Berlin-Tiergarten (Zehn Minuten Fußweg vom U-Bahnhof Kurfürstenstraße [U1])

Die R & W Immobilienanlagen GmbH ermöglicht es dem Treptow-Köpenicker Verband der antisemitischen, sexistischen, homosexuellenfeindlichen und rassistischen AfD ein komplett eingerichtetes Polit-Büro  für ihre rechten Aktivitäten zu nutzen. Das Haus in der Winckelmannstraße 31 im Ortsteil Johannisthal, in dem das Büro im Erdgeschoss liegt, befindet sich im Besitz der R & W Immobilienanlagen GmbH. Angemietet ist es allerdings nicht von der AfD, sondern vom HMS-Hausmeister Service. Es wäre also ein leichtes für die R & W Immobilienanlagen GmbH diese Zweckentfremdung zu beenden und somit die menschenverachtende Propaganda, die von dort ausgeht, nicht weiter zu unterstützen. Doch daran hat das Unternehmen kein Interesse und deckt stattdessen die rechte Partei.

In dem Johannisthaler Büro plant die AfD ihre rechten Aktivitäten. So wollte die Partei am 18. Juli mit einer Veranstaltung in Altglienicke die bis dahin abgeebbte rassistische Stimmung gegen Geflüchtete im Ortsteil wieder anfachen. Im letzten Jahr kam es dort zu gewaltsamen Angriffen gegen Geflüchtete und einem Brandschlag auf die Baustelle einer Unterkunft. Zuvor kam es zu regelmäßigen rassistischen Protesten, mit Beteiligung von NPD und anderen Neonazis. Mit den Beteiligten dieser Proteste, von denen auch Gewaltaufrufe im Internet ausgingen, liebäugelte die Treptow-Köpenicker AfD und versuchte diese für ein Rekrutierungstreffen im Gebäude der R & W Immobilienanlagen GmbH in der Winckelmannstraße 31 zu gewinnen. Auf dem am 22. November 2016 stattfindenden Treffen sollten AfD-Bürgerdeputierte für Treptow-Köpenick bestimmt werden. Mit den extrem rechten Kandidatinnen und Kandidaten scheiterte sie dann aber in zwei Wahlgängen an der demokratischen Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung. Die AfD nutzt die Johannisthaler Immobilie aber auch für Propaganda, die nach außen getragen wird. Im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl im letzten Jahr lagerte sie dort ihre rechte Wahlpropaganda für ganz Berlin, mit der später die Parolen des Hasses gegen Menschen auf die Straßen getragen wurden. Auch gegenwärtig wird in dem Büro massenhaft rechte Propaganda gelagert.

Die R & W Immobilienanlagen GmbH hätte spätestens seit Februar dieses Jahres Zeit gehabt, die rechten Aktivitäten in ihrem Gebäude zu unterbinden, als sie mit einem Offenen Brief darauf aufmerksam gemacht wurde. (1) Die AfD hat dort, wie gesagt, kein offiziell angemietetes Büro, sondern nutzt die Räume des Hausmeister-Service. Die R & W Immobilienanlagen GmbH verweigerte allerdings die Antwort. E-Mails blieben unbeantwortet, der Telefonhörer wurde nicht abgenommen. Auch ein im Juli verfasster Offener Brief des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick, der ein Handeln forderte und wie der erste per Einschreiben versandt wurde, blieb unbeantwortet. Mittlerweile wissen wir sicher, dass die geäußerte Kritik der R & W Immobilienanlagen GmbH bisher egal ist und sie kein Problem mit den rechten Aktivitäten in einem ihrer Gebäude hat. Wir finden uns damit aber nicht ab und fordern weiterhin eine Positionierung gegen ein Klima des Hasses und gegen die Gewalt gegen Geflüchtete und rufen deshalb zur Kundgebung vor dem Sitz des Unternehmens auf.

Gegen die logistische Unterstützung für rechte Aktivitäten! Keinen Raum der AfD!

Kundgebung vor dem Sitz der R & W Immobilienanlagen GmbH:

Mittwoch, 27.09.2017 – 15 Uhr – Schöneberger Ufer 89-91, 10785 Berlin-Tiergarten (Zehn Minuten Fußweg vom U-Bahnhof Kurfürstenstraße [U1])

 

(1) https://uffmucken-schoeneweide.de/2017/02/07/offener-brief-an-die-r-w-immobilienanlagen-gmbh-zum-rechten-treiben-der-afd-in-einem-ihrer-gebaeude/

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Betreiber rechter Facebook-Seite betätigt sich als Anti-Antifa Fotograf

Viele von uns, die sich in Treptow-Köpenick seit Jahren gegen Rassismus und Neonazis engagieren, erinnern sich noch gut an die Zeiten des Nationalen Widerstand Berlin (NW Berlin) und ähnliche Strukturen. Damals hatten Neonazis Fotos von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen auf einer Website gesammelt und wenn möglich mit Namen und Wohnanschrift versehen.

Die Folgen: Mehrere Brandanschläge und Angriffe auf diese Antifaschist*innen, ihre Häuser und Autos. Anfang 2013 wurde die Seite dann vom Netz genommen. Heute finden wieder vermehrt Anschläge statt, aktuell vor allem in Neukölln. Für diese werden vermutlich auch die damals veröffentlichten Daten verwendet und die laufenden Ermittlungen gegen einen Johannisthaler Neonazi zeigen Verbindungen zu denselben Strukturen auf.

Ob der ehemalige NPD-Freund Dennis Adomatis, heutiger Betreiber der lokalen rechten Facebook-Seite Cöpenick-Watch, zu NW-Zeiten schon mit den Größen der Nazi-Partei Bier getrunken hat, wissen wir nicht.

Das Adomatis auf Uffmucken nicht gut zu sprechen ist, wissen wir aufgrund seiner peniblen Berichterstattung über uns.

Mit seinem Bericht über unsere Demonstration „Kein Raum der Hetze! Keine Ruhe der AfD“ hat er nun aber eine Grenze überschritten und uns an die Anti-Antifa Aktivitäten des NW Berlin erinnert.

Während am 18. Juli ca. 100 Demonstrant*innen durch Altglienicke zogen, um ihre Ablehnung gegenüber der AfD kundzutun, wartete Adomatis an einer Ecke in der Nähe des Veranstaltungsortes. Dort fotografierte er die Teilnehmer*innen der Demonstration. Die Bilder, die er später auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, sind jedoch nicht, wie bei echten Journalist*innen üblich, Übersichtsaufnahmen um Stimmung und Anzahl der Teilnehmer*innen einzuschätzen. Es sind etliche Aufnahmen dabei, die einzelne Personen zeigen. Einige Bilder sind Portrait-Aufnahmen, die ohne Zustimmung der Aufgenommenen nicht veröffentlicht werden dürfen.

Diese Strategie schafft Angsträume und ermöglicht Neonazis und anderen gewaltbereiten Rechten sich die Aufnahmen anzuschauen und dann gezielt Jagd auf die Abgebildeten zu machen.

Auf der AfD-Veranstaltung, gegen die sich die Demonstration am 18. Juli richtete, fotografierte Adomatis weiter, hier sind jedoch nur die Gesichter der offiziellen AfD-Politker*innen zu sehen und nicht die des Publikums. Es geht ihm also nicht darum eine Bandbreite von Personen (für und gegen) darzustellen, sondern um eine Einschüchterung von Antifaschist*innen, die ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen.

Nie wieder wollen wir, dass Antifaschist*innen in Treptow-Köpenick ihr Gesicht auf irgendwelchen dubiosen Seiten wiederfinden und um ihre Sicherheit fürchten müssen!

Wir bitten daher Alle aus Treptow-Köpenick sich mit den Betroffenen zu solidarisieren! Meldet Cöpenick-Watch und den Beitrag und entzieht eure Likes von seiner Seite.

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Demonstration gegen AfD-Veranstaltung am 18.07.2017 in Berlin-Altglienicke

 

 

 

 

 

Am Dienstag, den 18. Juli demonstrierten in Altglienicke etwa 100 AfD-Gegner*innen gegen die rassistische und nationalistische Hetze der rechten Partei. Vom S-Bahnhof Grünbergallee ging es lautstark durch die Einfamilienhaussiedlung hin zum Kosmosviertel. Dort veranstaltete die AfD Treptow-Köpenick einen sogenannten „Bürgerdialog“.  Mit Transparenten wie „Kein Raum der AfD! Kein Raum für rechte Hetze! Nationalismus ist keine Alternative“ und Rufen „AfD, Rassistenpack, wir haben euch zum Kotzen satt“ zeigten die Demonstrant*innen, was sie von der rechten Partei und ihren Anhänger*innen halten. Zur Aktion hatte Uffmucken aufgerufen.

 

 

 

 

 

Auf der Demonstrationsroute reihten sich auch weitere Jugendliche aus dem Kiez ein. Die Protestierenden machten kurz vor 19 Uhr vor dem „Bürgerhaus“ in der Ortolfstraße 182-184 halt. Anwohner*innen aus dem gegenüberliegenden Plattenbau brachten Getränke, Pöbeleien gegen die Demonstrierenden gab es gar nicht.
Nur am Eingang des „Bürgerhauses“ standen eine Handvoll Leute, die zeigen wollten, dass sie sich „nicht von den linken Chaoten einschüchtern lassen.“ Dazu hatte die Bürgerinitiative „Bahnweg-Molchstraße“ aufgerufen. Damit ist die rassistische Initiative, die im vergangenen Jahr die Proteste gegen die nahe gelegene Containerunterkunft für Geflüchtete organisiert hatte, grandios gescheitert, Uffmucken und allen Unterstützer*innen „keine Bühne zu bieten“. Schließlich war es ihr Wunsch, es mögen doch möglichst viele Leute vor das Bürgerhaus kommen. Vielmehr gelang es den AfD-Gegner*innen über Redebeiträge über die rassistische, sexistische, homosexuellenfeindliche und nationalistische Politik der AfD zu informieren und ihr die Stirn zu bieten.  Zum „Bürgerdialog“ der AfD Treptow-Köpenick hatten sich im Innern des Bürgerhauses 50 Parteianhänger*innen zusammengefunden.

 

 

 

 

 

Anlass der Demonstration war der sogenannte „Bürgerdialog“, zu dem die AfD Treptow-Köpenick ins Bürgerhaus Altglienicke (Ortolfstraße 182-184) geladen hatte.  Selbsterklärtes Ziel der Veranstaltung war es „über die Probleme und Nöte [im] Bezirk [zu] diskutieren“. Das Bürgerhaus ist in direkter Nähe zu der im vergangenen Jahr eröffneten Containerunterkunft, auch bekannt als Tempohome, für geflüchtete Menschen. Gegen die Unterkunft protestierten damals immer wieder selbsternannte „besorgte“ Bürger*innen um die Initiative „Bahnweg-Molchstraße“ – darunter auch NPD-Mitglieder und andere Neonazis. Neben den rassistischen Protesten, gab es Übergriffe gegen die Bewohner*innen der Unterkunft. Auch die AfD Treptow-Köpenick hat in den letzten Monaten ausreichend gezeigt, wie menschenverachtend sie agiert und agitiert (siehe dazu vorherigen Artikel).

Auch in Zukunft werden wir und unsere Unterstützer*innen entschlossen gegen die AfD antreten: Gezeigt werden soll, dass die AfD keinen Raum protestlos einnehmen kann, das die rassistische Hetze nicht unwidersprochen bleibt und das die sogenannten „besorgten“ Bürger*innen ihre menschenverachtenden Diskurse nicht einfach normalisieren können. Wir werden der AfD keine Ruhe lassen! Solidarität mit allen Leuten, die von der AfD attackiert werden und gegen ihren rechten Diskurs eintreten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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PM: Rassistischer Hetze der AfD entgegenstehen – „Besorgte“ Bürger*innen in Rage bringen. Demonstration am 18. Juli in Altglienicke

Für Dienstagabend ruft „Uffmucken“ zu einer Demonstration gegen den „Bürgerdialog“ der AfD Treptow-Köpenick auf. Die Aktion gegen die menschenverachtende Hetze der AfD startet am S-Bahnhof Grünbergallee 18 Uhr. Weiterlesen

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