Stolpersteinverlegung am Jahrestag der Deportationen der jüdischen Berliner*innen und Protest gegen Büroeröffnung des NPD-Europaabgeordneten

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Heute vor 73 Jahren, am 18. Oktober 1941, begannen die Deportationen von jüdischen Berliner*innen in die Ghettos und Vernichtungslager. Anlässlich dieses Jahrestages wurde heute in Berlin-Köpenick ein Stolperstein für Julius Fromm verlegt, der von Nationalsozialisten verfolgt wurde, weil er Jude war und dessen Firma Fromms Act arisiert wurde.

Nach der Stolpersteinverlegung hielten 20 Antifaschist*innen spontan eine Kundgebung vor der NPD-Bundeszentrale ab, um gegen die Eröffnung eines „Bürgerbüros“ des NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt zu protestieren.
Voigt wurde bei der Europawahl am 25. Mai 2014 ins Europäische Parlament gewählt. Das Büro befindet sich in der NPD-Bundezentrale in der Köpenicker Seelenbinderstraße 42. Voigt verwendet so die Gelder des Europäischen Parlaments, um den Unterhalt der NPD-Zentrale zu finanzieren. Dies ist eine enorme Entlastung für die neonazistische NPD, die mit den zukünftig eingesparten Geldern ihre menschenverachtende Propaganda verstärken kann.
Dies wurde durch den antifaschistischen Protest aber nicht unkommentiert gelassen.

Und schon am 31. Oktober gibt es den nächsten antifaschistischen Protest in Treptow-Köpenick: Eine Kundgebung gegen den internationalen Naziversand in der Köpenicker Landstraße.
Wir sagen: Gegen die menschenverachtende NS-Ideologie! Damals wie heute!

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Kundgebung am 31.10. in Plänterwald: Nazimusik den Saft abdrehen – Das Berliner NS Black-Metal-Netzwerk zerschlagen

1017741_783304235062832_2691828753853084742_nKundgebung am 31.10.2014 (Freitag) – 17:00 Uhr – bei Möbus Naziversand (Köpenicker Landstraße zwischen Dammweg und Eichbuschallee [Buslinien 166 und 167 / nähe S-Bahnhof Berlin-Plänterwald])

Anfang November jährt sich zum dritten Mal die Selbstenttarnung des Terrornetzwerkes „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), das 13 Jahre lang ungehindert von staatlichen Institutionen mindestens zehn Morde begehen konnte und durch Bombenanschläge zahlreiche Menschen verletzte. Im Zuge der Aufdeckungen wurde deutlich, dass während der Ermittlungen ein rassistisches Motiv und Neonazis als Täter konsequent ausgeblendet wurden und stattdessen die Opfer und ihre Angehörigen durch die staatlichen Institutionen auf rassistischer Weise einer Kriminalisierung ausgesetzt waren. Die Taten waren möglich, obwohl mehrere „Sicherheitsbehörden“ im direkten Umfeld bezahlte Spitzel hatten, da der NSU keineswegs eine isolierte Zelle aus drei Personen, sondern ein mit der militanten Neonaziszene in Thüringen und Sachsen eng verwobenes Netzwerk war. Der dritte Jahrestag ist für uns Anlass, auf einen Neonazi aufmerksam zu machen, der aus demselben Thüringer Dunstkreis entstammt, damals in den selben Kreisen aktiv war und bis heute in der Szene – mittlerweile in Berlin – wichtige Funktionen übernimmt: Hendrik Möbus.

In Berlin-Plänterwald betreibt der verurteilte Mörder Möbus zusammen mit seinem Kameraden Christian Schöndorfer einen Neonaziversand mit dem Namen „Merchant of Death“, in dem diverse Tonträger aus dem Bereich des sogenannten „National Socialist Black Metal“ (NSBM) vertrieben werden. Der NSBM ist eine neonazistische Variante des Black Metal, mit dem Neonazis versuchen in dieser Musikszene ihre rassistischen, antisemitischen und NS-verherrlichenden Inhalte zu verbreiten. Wie antifaschistische Recherchen vor kurzem aufgedeckt haben, ist Möbus allerdings nicht nur ein rechter Versandhändler mit mehrjähriger Hafterfahrung (wegen der Ermordung eines Mitschülers 1993 und diversen rechten Straftaten) sondern auch Kopf eines rechten Netzwerkes mit besten Verbindungen zur militanten Berliner Neonaziszene und der NPD, für die er auch Propagandamaterial herstellte. Zudem verfügt Möbus über diverse Auslandskontakte und tritt europaweit als Veranstalter von Neonazikonzerten in Erscheinung.

Nach seiner ersten Haftstrafe wegen Mordes 1998 gründete Möbus einen Neonaziverein, der eng mit dem „Thüringischen Heimatschutz“ (THS) kooperierte, in dem Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe aktiv waren. Nachdem Möbus mehrere rechte Straftaten beging und wieder eine Festnahme drohte, floh er in die USA. Dort tauchte er bei dem lokalen Neonaziführer William Pierce unter, dem Autor des in rechten Kreisen populären Romans „Die Turner Tagebücher“. Dieses rassistische Pamphlet gilt als Blaupause für den NSU, da dort detailliert das Leben und terroristische Wirken einer Neonazizelle im Untergrund beschrieben wird und es deutliche Parallelen zum NSU offenbart. Mindestens zwei Angeklagte im Münchener NSU-Prozess – Ralf Wohlleben und Andre Eminger – besaßen deutsche Ausgaben dieses Romans.

Möbus wurde schließlich 2000 aufgespürt und in den USA verhaftet. Die rechte Szene versuchte ihn zu unterstützen: In Untergrundzeitschriften aus dem unmittelbaren NSU-Umfeld erschienen Spendenaufrufe für Möbus, der Chef des „Thüringer Heimatschutz“ und V-Mann Tino Brandt flog sogar extra in die USA. Erst 2007 kam Möbus wieder auf freien Fuß und zog nach Berlin. Hier baute er sein Netzwerk aus und sein Geschäft zusammen mit Christian Schöndorfer auf. Schöndorfer stammt auch aus der rechten Szene Thüringens und war zusammen mit Möbus in Haft. Auch er hat Verbindungen zum NSU: Er ist mit Stefan Apel, dem Cousin von Beate Zschäpe befreundet, der als Teil der Clique bis zum Untertauchen der Terroristen in der rechten Szene verkehrte und noch heute Sympathien für rechte Parolen hat.

Aus diesem Grund wollen wir am Freitag, einen Tag vor der Demonstration „NSU-Terror: Staat und Nazis Hand in Hand – Rassismus in der Gesellschaft bekämpfen!“ in Berlin gegen den rechten Versandhandel von Möbus und Schöndorfer vor dessen Sitz in Berlin-Plänterwald demonstrieren. Hier wird die Propaganda gelagert und verschickt, von hier koordiniert Möbus sein Netzwerk und von hier organisiert er seine europaweiten Konzerte.

Gegen Rassismus und Neonazismus – Gegen Nazipropaganda im Black Metal – Im Gedenken an die Opfer des NSU!

Flyer und Plakate zum Ausdrucken gibt es hier: http://abso.blogsport.de/2014/10/15/kundgebung-am-31-10-in-plaenterwald-nazimusik-den-saft-abdrehen-das-berliner-ns-black-metal-netzwerk-zerschlagen/#more-104

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Samstag, 06.09.2014: UFFMUCKEN OPEN AIR #3

KONZERT FÜR ALTERNATIVE JUGENDKULTUR UND GEGEN RASSISTISCHE HETZE IN SCHÖNEWEIDE UND ANDERSWO

Uffmucken2014_flyer_front_final_min

SAMSTAG, 6. SEPTEMBER 2014, 18:00 UHR

JUGENDSCHIFF REMILI (Hasselwerderstraße 22a) / AM KAISERSTEG
(NÄHE S-BHF. BERLIN-SCHÖNEWEIDE)

Erzählt es weiter, nehmt eure Freund*innen mit und kommt vorbei!

liveonstage:

FILOU ROUGE (berlin boom orchestra)
GRADEAUS (punkrock)
BLAST INJURY (metalcore)

KOST NIX!

AUSSERDEM GIBT’S VEGANE VOKÜ VON [CHILI-TK]

Um den bestehenden Neonazi-Strukturen in Schöneweide etwas entgegenzusetzen, hat sich vor einiger Zeit die Initiative Uffmucken gegründet. Dafür haben sich alternative Jugendliche und verschiedenste Initiativen mit dem Ziel zusammengeschlossen, durch eine bunte und lebendige (Gegen-)Kultur dem braunen Treiben und alltäglichen Rassismus auf der Straße ein Ende zu bereiten. Erfolg des öffentlichen Drucks: Im Frühjahr 2014 mussten das Neonazigeschäft „Hexogen“) die rechte Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße schließen.

Nun engagiert sich Uffmucken auch verstärkt gegen Rassismus im Zusammenhang mit der Eröffnung von Sammelunterkünften für Geflüchtete in Treptow-Köpenick. Rassistischer Ausgrenzung und menschenverachtender Hetze setzen wir ein tolerantes und respektvolles Miteinander entgegen. Wir protestieren, wenn Rassist*innen und Neonazis gegen Geflüchtete hetzen und werden rassistische Gewalt nicht dulden. Aber auch dann, wenn Menschen im Zuge einer rassistischen staatlichen Asylpraxis abgeschoben werden, diskriminierende Polizeikontrollen über sich ergehen lassen müssen oder ihnen die grundlegendsten Bedürfnisse verweigert werden, gehen wir auf die Straße.

UFFMUCKEN will verändern.

Hier und Jetzt. Unser Ziel ist ein schönes Leben für Alle.

****
Wenn Ihr auch Null Bock auf Nazis habt und mit kreativen Aktionen eine antifaschistische und antirassistische Kultur in im Bezirk verankern wollt, dann zögert nicht: Macht mit und meldet euch bei uns!

UFFMUCKEN OPEN AIR #3 auf Facebook: https://www.facebook.com/events/271184846408447/?ref=22

Email: info[ät]uffmucken-schoeneweide.de

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Lautstarke Proteste gegen den Aufmarsch des Wachbataillons der Bundeswehr in Berlin-Köpenick

“Am heutigen Nachmittag marschierten etwa 30 Soldat*innen des Berliner Wachbataillons der Bundeswehr anlässlich derImage01 traditionellen „Köpenickiade“ vor dem Rathaus Köpenick, Sitz des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, auf und provozierten lautstarke Proteste. Denn gekommen waren auch mehr als 50 Menschen, um gegen die geschmacklose Inszenierung und die Militarisierung des öffentlichen Raumes zu demonstrieren.

Zu Gegenprotesten aufgerufen hatten das Antifaschistische Bündnis Südost [ABSO] und die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA).

Wie einer Pressemitteilung des Bezirksamtes zu entnehmen war, sollten statt Laienspielern, wie sonst üblich, diesmal „echte Gardesoldaten des Berliner Wachbataillons“ den Raub der Stadtkasse durch den Schuster Wilhelm Voigt nachspielen und dabei symbolisch das Köpenicker Rathaus besetzen. Man wollte „zu Ehren des Bezirksbürgermeisters Oliver Igel […] aufmarschieren.“1 Bekannt wurde Voigt als „Hauptmann von Köpenick“ durch seine spektakuläre Besetzung des Rathauses der damals selbständigen Stadt Cöpenick am 16. Oktober 1906, in das er als Hauptmann verkleidet mit einem Trupp gutgläubiger Soldaten eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse entwendete.

Die Bundeswehr wollte die Veranstaltung für Werbezwecke zur Rekrut*innenanwerbung nutzen. Daher war auch ein Informationsstand des „Karrierecenter Berlin“ der Bundeswehr angekündigt. Doch mehr als 50 Menschen, darunter etliche Anwohner*innen, mischten sich unter die Schaulustigen und machten mit Plakaten, Transparenten, Trillerpfeifen und Sprechchören deutlich, dass solche Bundeswehreinsätze in Köpenick nicht erwünscht sind. Neben Vertreter*innen des Antifaschistischen Bündnisses Südost [ABSO] und der Bertliner VVN-BdA protestierten auch Mitglieder von DIE LINKE Treptow-Köpenick, Junge Linke Treptow-Köpenick und anderen Organisationen gegen das militaristische Spektakel. Nur die Berliner Polizei zeigte wieder einmal, dass antimilitaristische Proteste nicht gewollt sind und war mit einem Großaufgebot zugegen.

ABSO-Pressesprecherin Tina Böhm stellt klar: „Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg und endete mit Millionen Toten, absolutem Chaos und der trüben Aussicht auf einen Zweiten, noch viel schlimmeren Weltkrieg. Dass die Bundeswehr nun versucht, auf offener Straße Menschen für ihre Zwecke zu rekrutieren, ist nicht nur geschmacklos. In völliger historischer Verdrehung den ‘Hauptmann von Köpenick’, eigentlich Symbolfigur gegen den preußischen Kadavergehorsam des Militärs, ist zudem regelrecht dumm. Dass sich der Bezirksbürgermeister zu einer solchen Schmierenkomödie herab lässt, ist nicht akzeptabel.“

Und Böhm ergänzt: „Umso mehr freuen uns die lautstarken Proteste. Hoffen wir, dass die Straßen Treptow-Köpenicks nicht noch einmal für ein solches Schauspiel missbraucht werden.“

Der Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA Markus Tervooren erklärt: „Schon Kurt Tucholsky wusste: ‘Soldaten sind Mörder.’ Wer für diesen Beruf wirbt, muss sich entschiedenen Protest gefallen lassen.“”

Weitere Informationen und Bilder unter: http://abso.blogsport.de

 

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06.09.2014: UFFMUCKEN#3

Uffmucken2014_flyer_front_final_minKONZERT FÜR ALTERNATIVE JUGENDKULTUR UND GEGEN RASSISTISCHE HETZE IN SCHÖNEWEIDE UND ANDERSWO

SAMSTAG, 6. SEPTEMBER 2014

18 UHR

JUGENDSCHIFF REMILI (Hasselwerderstraße 22a) / AM KAISERSTEG

(NÄHE S-BHF. BERLIN-SCHÖNEWEIDE)

liveonstage

FILOU ROUGE (berlin boom orchestra)

GRADEAUS (punkrock)

BLAST INJURY (metalcore)

KOST NIX

AUSSERDEM GIBT’S VEGANE VOKÜ VON [CHILI-TK]

Um den bestehenden Neonazi-Strukturen in Schöneweide etwas entgegenzusetzen, hat sich vor einiger Zeit die Initiative Uffmucken gegründet. Dafür haben sich alternative Jugendliche und verschiedenste Initiativen mit dem Ziel zusammengeschlossen, durch eine bunte und lebendige (Gegen-)Kultur dem braunen Treiben und alltäglichen Rassismus auf der Straße ein Ende zu bereiten. Erfolg des öffentlichen Drucks: Im Frühjahr 2014 mussten das Neonazigeschäft „Hexogen“) die rechte Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße schließen.

Nun engagiert sich Uffmucken auch verstärkt gegen Rassismus im Zusammenhang mit der Eröffnung von Sammelunterkünften für Geflüchtete in Treptow-Köpenick. Rassistischer Ausgrenzung und menschenverachtender Hetze setzen wir ein tolerantes und respektvolles Miteinander entgegen. Wir protestieren, wenn Rassist*innen und Neonazis gegen Geflüchtete hetzen und werden rassistische Gewalt nicht dulden. Aber auch dann, wenn Menschen im Zuge einer rassistischen staatlichen Asylpraxis abgeschoben werden, diskriminierende Polizeikontrollen über sich ergehen lassen müssen oder ihnen die grundlegendsten Bedürfnisse verweigert werden, gehen wir auf die Straße.

UFFMUCKEN will verändern.

Hier und Jetzt. Unser Ziel ist ein schönes Leben für Alle.

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Wenn Ihr auch Null Bock auf Nazis habt und mit kreativen Aktionen eine antifaschistische und antirassistische Kultur in im Bezirk verankern wollt, dann zögert nicht: Macht mit und meldet euch bei uns!

Email: info[ät]uffmucken-schoeneweide.de

Facebook: facebook.com/Uffmucken

Internet: uffmucken-schoeneweide.de

 

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AdlershofAktuell informiert über neue Flüchtlingsunterkunft

Antirassistische Massenzeitung für Adlershof erschienen – Tausende Haushalte im Ortsteil beliefert

Adlershof Aktuell

In der vergangenen Woche ist “AdlershofAktuell – Zeitschrift für Veränderung” in einer Auflage von 19.000 Stück als Beilage im Berliner Abendblatt erschienen und erreichte somit tausende Haushalte und Menschen in Adlershof. AdlershofAktuell möchte über die Geflüchteten, ihre Lebensbedingungen und die rassistische Hetze informieren sowie Möglichkeiten aufzeigen sich für eine Willkommenskultur und gegen Rassismus zu engagieren. Praktische Tipps und Hilfestellungen sollen es erleichtern, selbst oder mit anderen aktiv zu werden. Denn viele Adlershofer*innen treten für ein solidarisches Miteinander ein und heißen die vor Krieg, Hunger und Vertreibung Geflüchteten Willkommen. Zeigen wir zusammen, dass Rassismus in Adlershof keinen Platz hat!

Zukünftig wird die Zeitung auch bei unterschiedlichsten Veranstaltungen und Einrichtungen im Bezirk ausliegen. Bei Interesse kann auch einfach eine Mail an uns geschrieben werden. Online kann sie hier heruntergeladen werden.

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Erfolgreiche Willkommenskundgebung gegen rassistische Hetze in Berlin-Adlershof

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Am 4. Juni 2014 beteiligten sich circa 150 Menschen an der Willkommenskundgebung auf dem Platz der Befreiung am S-Bahnhof Adlershof. Unter dem Motto „Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!“ wurden die neuen Bewohner_innen  der neuen Geflüchteten-Unterkunft in Adlershof herzlich willkommen geheißen. Zudem wurde ein klares Zeichen gegen Neonazis und andere Rassist_innen gesetzt. Zeitgleich zur Willkommenskundgebung der Jugendinitiative Uffmucken hielt die Berliner NPD eine Gegenkundgebung mit etwa 30 Neonazis am Adlergestell Ecke Dörpfeldstraße ab.

Bereits in der Vergangenheit kam es im Internet zu rassistischer Hetze durch die NPD und rassistische Facebook-Gruppen.  Diese versuchten in den vergangenen Wochen Stimmung gegen Geflüchtete und die neue Unterkunft in Adlershof zu  machen. Es war zu befürchten, dass es wie in Hellersdorf, zu Bedrohungen der neuen Bewohner_innen kommen würde. Und tatsächlich mobilisierten Neonazis im Internet zum Einzugstag nach Adlershof. Der führende Kopf des sogenannten Nationalen Widerstands Berlin und NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke wollte ursprünglich direkt vor der Geflüchteten-Unterkunft aufmarschieren, was ihm aber untersagt wurde.

Die Willkommenskundgebung sollte für die Geflüchteten ein angenehmes Klima schaffen und es konnte verhindert werden, dass Neonazis und andere Rassist_innen am Einzugstag in Hör- und Sichtweite der Unterkunft ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten konnten. Dieses Anliegen traf beim, für die Unterbringung von Geflüchteten zuständigen, Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zunächst auf Unverständnis. Durch die geplante Willkommenskundgebung wurde der ursprüngliche Eröffnungstermin für die Unterkunft kurzfristig um zwei Tage verschoben. Dieses Verhalten wurde sich allerdings nicht gefallen gelassen und stattdessen wurde nun auch die Willkommenskundgebung um zwei Tage verschoben.

Trotz der kurzfristigen Terminänderung versammelten sich circa 150 Menschen, darunter viele Adlershofer_innen, um ihre Solidarität mit den neuen Bewohner_innen auszudrücken und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Dass dies  dringend nötig ist, zeigen die Ereignisse der letzten Tage. Am vergangenen Wochenende kam es in Adlershof zu einem rassistischen Angriff, bei dem ein Mann durch drei Angreifer_innen schwer verletzt wurde. Auch am Rande der Willkommenskundgebung ließen einige Rassist_innen der Adlershofer “Nein-zum-Heim-Bewegung” menschverachtende Parolen von sich und versuchten am Ende sogar Menschen zu schlagen. Zudem versuchten Neonazis die ganze Zeit über die Kundgebung abzufilmen. Des Weiteren versuchten die Neonazis der NPD-Gegenkundgebung, mit ihrer gezielt Richtung Platz der Befreiung ausgerichteten und vollaufgedrehten Anlage, die Willkommenskundgebung zu stören und die Geflüchteten-Unterkunft mit menschenverachtenden Parolen zu beschallen. Erst nach wiederholtem Protest, ordnete die Polizei eine Lautstärkenreduzierung der NPD-Anlage an.

Dennoch war die Willkommenskundgebung ein großer Erfolg. Durch das Engagement der anwesenden Antifaschist_innen, denen wir hier noch einmal für ihre Teilnahme herzlich danken, konnten Szenen wie in Hellersdorf verhindert werden. Den Adlershofer Rassist_innen und der Berliner NPD, die gemeinsame Sachen machen, konnte ein erheblicher Dämpfer verpasst werden. Und wir hoffen, dass sich auch weiterhin viele Anwohner_innen zusammenschließen, um eine Willkommenskultur für Geflüchtete in Adlershof zu leben. Es sollte selbstverständlich sein, Menschen, die unsere Solidarität benötigen, willkommen zu heißen.

Bilder gibt es hier:

https://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/sets/72157644601399587/

https://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/sets/72157645014822844/

https://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/72157645003742231/

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UPDATE: Neonazi-Kundgebung gegen Geflüchteten-Unterkunft angemeldet / Rassistischer Angriff in Adlershof / Geflüchteten-Unterkunft unter Polizeischutz – Beteiligt euch an der Willkommenskundgebung am Mittwoch!

Berlin-Adlershof:

Neonazi-Kundgebung gegen Geflüchteten-Unterkunft angemeldet +++ Rassistischer Angriff in der Nacht zu Samstag +++ Solidarität mit Geflüchteten von Amts wegen nicht gewollt +++ Neonazis mobilisieren zu Störaktionen gegen verschobene Willkommenskundgebung +++  Geflüchteten-Unterkunft schon vor Bezug unter Polizeischutz

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UPDATE: Seit heute (3. Juni) Nachmittag mobilisiert die NPD öffentlich zu einer Kundgebung gegen die Geflüchteten-Unterkunft in Adlershof. Die Neonazis rufen dazu auf, sich um 17 Uhr an der Ecke Adlergestell/Dörpfeldstraße am S-Bahnhof Adlershof zu versammeln.

Wir rufen euch weiterhin dazu auf, euch am Mittwoch, den 4. Juni um 17 Uhr an der Willkommenskundgebung am Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof) zu beteiligen! Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

In der Nacht von Freitag zu Samstag wurde ein Mann aus Ungarn Opfer eines rassistischen Angriffs in der Adlershofer Dörpfeldstraße. Er wurde von drei Personen erst rassistisch beschimpft und dann mit Flaschen beworfen. Anschließend sprangen sie ihm in den Rücken und traten und schlugen auf den am Boden liegenden Mann ein. Er musste danach im Krankenhaus behandelt werden.

Diese Tat reiht sich in die rassistische Stimmungsmache der letzten zwei Jahre ein. Neonazis und andere Rassist_innen verbreiten ihre Hetze gegen alle Menschen, die nach ihrer Ansicht nicht „deutsch“ seien. Besonders davon betroffen waren in diesem Zeitraum Geflüchtete. Es kam zu rassistischen Angriffen gegen Sammelunterkünfte, wie beispielsweise in Waßmannsdorf und Hellersdorf oder vor einem Monat in Köpenick sogar zu einem Brandanschlag. Zudem verbreiten Neonazis im Internet und auf unzähligen Kundgebungen ihren Hass gegen Geflüchtete. Unterstützung erhielten sie dabei immer wieder von einem rassistischen Bürger_innen-Mob, der vor Sammelunterkünften Geflüchtete bedrohte, wie beispielsweise in Köpenick oder in Hellersdorf.

Um solche Szenen zu verhindern, planten Antifaschist_innen am 2. Juni – anlässlich des geplanten Einzugs von Geflüchteten in eine neue Unterkunft in Adlershof – eine Willkommens-Mahnwache und –Kundgebung in Adlershof. Einerseits sollte ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden und andererseits sollte sich solidarisch mit den Geflüchteten gezeigt werden. Der Platz sollte besetzt werden, damit die neuen Bewohner_innen der Sammelunterkunft, von denen viele schwer traumatisiert sind, nicht durch eine rassistische Meute zu ihrem neuen Zuhause gehen müssen. Doch das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), das für die Eröffnung von Unterkünften für Geflüchtete zuständig ist, hat kein Interesse, dass solche Szenen verhindert werden sollen und verschob aufgrund der Willkommens-Mahnwache und –Kundgebung den Einzug spontan um zwei Tage.

Dieses Verhalten ist eine bodenlose Frechheit. Das Amt sagt selbst, dass es aktuell zu wenige Plätze für Geflüchtete hat und mit dem Bezug neuer Unterkünfte so schnell wie möglich begonnen werden müsse. Trotzdem wird der Einzug im Fall Adlershof verschoben. Das Amt will verhindern, dass sich Menschen vor Ort mit den Geflüchteten solidarisieren und nimmt dadurch Bilder, wie in Hellersdorf, billigend in Kauf. Das LAGeSo bezieht mit seiner politischen Entscheidung klar Stellung, und zwar Stellung gegen die Sicherheit der Geflüchteten. Wir verurteilen das Verhalten des Amts auf das Schärfste. Auch wenn das LAGeSo an seiner Politik gegen Geflüchtete festhält und immer wieder Termine verschiebt, werden wir trotzdem vor Ort sein und jeden Versuch einer Bedrohung gegen Geflüchtete von Nazis und anderen Rassist_innen verhindern.

Gegen die, nun auf den 4. Juni verschobene, Willkommenskundgebung mobilisieren jetzt Neonazis auf Facebook. Ihr Ziel ist es die Kundgebung zu stören. Bereits mehrfach demonstrierte die NPD im Vorfeld in Adlershof mit ihrer rassistischen Hetze gegen die Unterkunft, in der Nacht zum Donnerstag verteilten Neonazis Schnipsel mit der Aufschrift „Nein zum Heim“ unweit der Einrichtung. Regelmäßig verbreiten Anwohner_innen auf den rechten Facebook-Seiten Gewaltphantasien und –aufrufe. Im Zusammenhang mit der anstehenden Eröffnung sogar zunehmend.

Diese Reaktion der Neonazis auf ihren Facebook-Seiten und die Kommentare rassistischer Anwohner_innen dazu beweisen, dass unsere geplante Aktion richtig und notwendig ist. Wir werden nicht zulassen, dass sich ein rassistischer Mob in der Nähe der Unterkunft sammelt und ankommende Flüchtlinge einschüchtert oder gar angreift!

Mittlerweile steht das für die Geflüchteten-Unterkunft bestimmte Gebäude, schon vor dem Bezug, unter Polizeischutz. Selbst in Polizeikreisen geht man also von einer konkreten Angriffsgefahr auf Geflüchtete und die für sie bestimmte Unterkunft aus.

Wir rufen euch dazu auf, euch am Mittwoch, den 4. Juni um 17 Uhr an der Willkommenskundgebung am Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof) zu beteiligen! Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

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Achtung: Willkommens-Kundgebung am 4. Juni

Gerade erreicht uns die Nachricht, dass die Sammelunterkunft erst am MITTWOCH eröffnen wird, also am 4. Juni.

willkommenWillkommenskundgebung: Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

Mittwoch, 4. Juni 2014:

17:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Mobilmachung

Wir bitten die wechselnden Infos zu entschuldigen, aber es liegt nicht in unserer Hand.

Also, kommt alle am Mittwoch (4. Juni) nach Adlershof!

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4. statt 2. Juni 2014: Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

Willkommenskundgebung am Montag, 2. Juni 2014 Mittwoch, 4. Juni

17:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Mobilmachung

Bereits ab 11:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Mahnwache der Solidarität und zur Begrüßung von Geflüchteten, anlässlich ihres Einzugs in eine neue Sammelunterkunft in Adlershof

refugees welcomeAnfang dieses Jahres wurde öffentlich, dass eine neue Sammelunterkunft für Geflüchtete in Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick eröffnen wird. Seit dem schließen sich Anwohner_innen und Initiativen zusammen, um eine solidarische und offene Willkommenskultur vorzubereiten. Am 2. Juni ist es nun so weit. Die ersten Geflüchteten ziehen in das ehemalige Hotel ein. Wir wollen mit Euch zusammen den Geflüchteten während unserer Mahnwache zeigen, dass es nicht nur Leute gibt, die ihnen feindlich gegenüberstehen. Wir werden die ankommenden Menschen willkommen heißen und unsere Solidarität ausdrücken und bei Kaffee, Tee und Kuchen erste Gespräche anregen. Im Anschluss werden wir auf einer kraftvollen Kundgebung ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit den Geflüchteten setzen und gegen die menschenverachtende Hetze von Rassist_innen jeglicher Ausrichtung protestieren.

Leider wurden nach dem Bekanntwerden der Eröffnung der Adlershofer Sammelunterkunft rassistische Facebook-Gruppen, wie sie auch schon in Hellersdorf aktiv sind, gegründet. Hier wird täglich gegen Geflüchtete im Bezirk gehetzt und Gewalt- und Mordfantasien werden offen ausgetauscht. Dass deren Umsetzung sehr nahe liegt, zeigte sich am 29. April bei einem Brandanschlag auf eine andere Unterkunft im Bezirk. Aber auch die NPD macht mobil, so wurden die bezirklichen Anwohner_innen-Infoveranstaltungen mit Kundgebungen belegt und rassistische Flyer verteilt.

Aber Neonazis und andere Rassist_innen sind nicht das einzige Problem. Geflüchtete Menschen sind in Deutschland auch mit institutionellen Rassismus konfrontiert. Sie werden unter anderem in Sammelunterkünften untergebracht und sind fortwährend von Abschiebung bedroht. Zudem kommt es immer wieder zu rassistischen Polizeikontrollen, die nicht selten für den Betroffenen im Abschiebegefängnis in Köpenick enden. Aber auch die Menschen, die in Sammelunterkünften leben, sind vor Abschiebungen nicht sicher, die Ungewissheit über ihre Zukunft belastet sie jeden Tag.

Diese rassistischen Praktiken einfach nur abzulehnen, reicht uns aber nicht aus. Es ist für uns wichtig, mit Euch gemeinsam unsere Solidarität mit den Betroffenen auszudrücken.
Lasst die Hetze von Neonazis und anderen Rassist_innen nicht unbeantwortet!
Beteiligt euch am 2. Juni an unserer Mahnwache und Kundgebung in Adlershof!
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Geflüchtete in Treptow-Köpenick und überall.
Für ein offenes und solidarisches Miteinander!

2. Juni 2014 4. Juni

Willkommenskundgebung

17:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Mobilmachung

Bereits ab 11:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Mahnwache der Solidarität und zur Begrüßung von Geflüchteten, anlässlich ihres Einzugs in eine neue Sammelunterkunft in Adlershof

Mehr Infos: www.uffmucken-schoeneweide.de

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