Berliner AfD: Recherche-Output

Kürzlich ist eine Neuauflage der Broschüre herausgekommen, die die Strukturen und Personen der Berliner AfD beleuchtet. Auf 24 Seiten werden diesmal nicht nur die Berliner AfD und ihre Funktionär*innen auf Landes- und Bezirksebene vorgestellt, sondern auch Einblick in die Dienstleistungsstruktur rund um die AfD gewährt. Schlaglichter fallen außerdem auf die parlamentarischen Mitarbeiter*innen auf Landes- und Bundesebene sowie auf AfD-Mitglieder in Sicherheitsbehörden. Mittig findet sich eine praktische Karte der aktuell von der AfD genutzten Räume. Neu dabei ist auch die Vorstellung der Potsdamer AfD. Insgesamt werden rund 600 Einzelpersonen (z.T. mit Bild) und Organisationen dargestellt.

Auch über die Treptow-Köpenicker AfD sind einige Infos dabei. Wir legen allen Aktivist*innen die Lektüre ans Herz und freuen uns, wenn die Infos genutzt werden. Infos und Hinweise gern an uns (info@uffmucken-schoeneweide.de) oder an noafd@riseup.net.

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Kein AfD-Büro in der Köllnischen Vorstadt!

Die Treptow-Köpenicker AfD kommt in ihrem Büro in der Winckelmannstraße nicht zur Ruhe. Zu groß waren die Proteste, zu regelmäßig wurden sie mit Aufklebern und Plakaten genervt, zu wenig begeistert sind die Nachbar*innen über die braunen Umtriebe in ihrem Kiez.

Nun versucht sich die Partei an anderer Stelle im Bezirk breit zu machen und einen Raum in der Glienicker Straße 2A in der Köllnischen Vorstadt anzumieten. Vermieterin der Immobilie ist die Deutsche Wohnen – eben die Deutsche Wohnen, die seit geraumer Zeit wegen unsozialer Mietpolitik, Luxussanierung und anderer Hässlichkeiten in der Kritik steht.

Wir finden: Sich in einer rassistischen und autoritären Struktur wie der AfD engagieren, ist scheiße. Aber wer die Faschist*innen mit Räumen unterstützt, macht sich auch die Hände schmutzig und befördert die menschenverachtende Politik. Da helfen auch keine Ausreden, die AfD sei „eine Partei wie andere auch“ oder man vermiete seine Räume eben an alle, die das Geld auf den Tisch legen. Wer Rassist*innen Räume, Gelder oder sonstige Strukturen zur Verfügung stellt, macht sich mit schuldig und muss mit unserem entschiedenen Protest rechnen!

Wir fordern die Deutsche Wohnen auf, den Mietvertrag über das Objekt nicht zustande kommen zu lassen und die AfD aus der Köllnischen Vorstadt rauszuhalten, bevor sie und ihre Nazi-Bekannten sich dort breit machen. Alle Nachbar*innen und Anwohner*innen fordern wir auf: Positioniert euch, zeigt der Hausverwaltung, dass ihr kein braunes Büro im Kiez haben wollt!

Gemeinsam gegen die Rassist*innen, kein Raum der AfD!

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Mahnwache gegen rechte Gewalt vor dem Rathaus Köpenick am 19. März 2019

Diskriminierungen, rechte Pöbeleien und Gewalttaten sind in Treptow-Köpenick an der Tagesordnung. Die Zahlen des Registers zur Erfassung extrem rechter Vorfälle zeigen: In kaum einem Bezirk ist es so unsicher für Migrant*innen und People of Colour, für Linke, für LGBTIQ, für sehr viele Menschen. Sie werden bepöbelt, bespuckt und angegriffen, sie werden in Geschäften nicht bedient, geschubst und mit Flaschen beworfen. Die Registervorfälle sprechen eine eindeutige Sprache: Treptow-Köpenick ist für viele Menschen kein sicherer Ort. (Berlin übrigens auch nicht, vom Rest Deutschlands ganz zu schweigen.)

Das alles wird durch den gesellschaftlichen Rechtsruck, den wir seit Jahren beobachten, massiv verstärkt. Die Vorfallszahlen steigen kontinuierlich an, und das hängt sehr stark mit der politischen Arbeit der AfD zusammen. Durch ihre rassistischen und menschenverachtenden Positionen gießen sie Wasser auf die Mühlen der Leute, die Gewalt und Diskriminierungen ausüben – wenn sie nicht sogar selbst die Täter*innen sind.

Nichtsdestotrotz versammelte sich am 19.3. die Treptow-Köpenicker AfD im Rathaus Köpenick, um über die Frage zu diskutieren, wie sicher der Bezirk sei. Aus Protest dagegen organisierte die Initiative Uffmucken eine Mahnwache gegen rechte Gewalt. Wir machten darauf aufmerksam, dass die AfD einen ganz entscheidenden Beitrag dazu leistet, dass diese Gesellschaft unsicherer wird. Dazu wurden einige der vielen Vorfälle, die das Treptow-Köpenicker Register veröffentlicht hat, verlesen. Wir konnten so viele Passant*innen informieren und ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt setzen. Wir fordern ein freies und sicheres Leben für alle, und das heißt: Keine rechte Hetze, nirgendwo!

Kurz-Dokumentation der Übergriffe 2018 in Treptow-Köpenick:

06.01.2018: Ein Neonazi bedrohte massiv eine Mitarbeiterin eine Unterkunft für Geflüchtete im Allende-Viertel.

08.01.2018: Am Busbahnhof Schöneweide wurde ein wohnungsloser Mann rassistisch beschimpft.

08.01.2018: In Oberschöneweide wurde ein Geflüchteter rassistisch diskriminiert. Ein Mann zeigt Zivilcourage und wurde dafür beschimpft.

11.01.2018: Am S-Bhf. Schöneweide wurde eine Frau von ihrem Rad gestoßen und anschließend ins Gesicht geschlagen, sowie als „scheiß linke Zecke“ beschimpft.

13.01.2018: In der Brückenstr. zeigte ein Mann den Hitlergruß und beleidigte 2 Personen, die dem widersprachen.

20.01.2018: Auf einer Kundgebung gegen eine Veranstaltung der NPD wurde ein Teilnehmer von einem Neonazi geschubst, nachdem dieser ihn aufforderte nicht innerhalb der Kundgebung zu filmen.

27.01.2018: In der Puschkinallee wurden zwei Frauen erst antimuslimisch beleidigt, dann versuchte die Angreiferin einer der Frauen das Kopftuch herunter zu reißen.

30.01.2018: Ein Mann wurde in der Werthstr. Rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen.

07.02.2018: In der S 9 wurde ein Mann rassistisch beleidigt. Beim Aussteigen wurde er vom Angreifer getreten.

14.02.2018: An der Bushaltestelle Pietschkerstraße zeigte ein Neonazi den Hitlergruß.

02.03.2018: In der Altstadt Köpenick wurde ein Mann rassistisch beleidigt und mit einer Flasche beworfen.

13.03.2018: Zwei Männer pöbelten gegen eine Veranstaltung der Grünen im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus.

14.03.2018: Mitglieder der Identitären Bewegung machten sich am Zentrum für Demokratie zu schaffen. Eingreifende Passanten wurden anschließend von ihnen verfolgt und bedroht.

19.03.2018: In der Albert-Einstein-Str. wurden eine Mutter und ihre Tochter rassistisch beleidigt, verfolgt und massiv bedroht.

24.03.2018: Am Rande eine Demostration in Johannisthal wurde eine Teilnehmerin angegriffen und als „scheiß Zecke“ beschimpft.

28.03.2018: In Köpenick Nord wurde an die Wohnungstür der Betroffenen „Juden“ geschrieben sowie ein Fadenkreuz gemalt.

29.03.2018: In der Tram M 17 wurde eine Frau rassistisch und sexistisch beleidigt. Der Täter brüllte mehrfach „Heil Hitler“ und bedrohte die Frau.

05.04.2018: Bei der Fahrscheinkontrolle eines Mannes an der Haltestelle Lindenstraße beschimpfte dieser die Kontrolleure antisemitisch.

09.04.2018: In der Odernheimer Str. wurden ein Busfahrer und ein Pärchen von einem Mann rassistisch beleidigt.

20.04.2018: In der Brückenstr. wurde ein Mann mit den Worten „Scheiß Zecke“ bepöbelt.

22.04.2018: Eine Antifaschistin wurde von mehreren NPD-Anhängern längere Zeit verfolgt nachdem sie an der NPD Zentrale vorbei gelaufen war.

26.04.2018: Vor die Wohnungstür der Betroffenen wurde „Deutschland für immer“ geschmiert. Sie hatte am Tag zuvor an der Aktion „Berlin trägt Kippa“ teilgenommen und diese auch zu Hause getragen.

27.04.2018: Die Teilnehmenden einer Kundgebung gegen einen AfD-Bürgerdialog wurden aus einem Auto heraus als „Inzuchtpack“ beschimpft. Ein anderer Autofahrer zeigte den Hitlergruß und brülle „Heil“.

08.05.2018: Eine Gruppe von Menschen wurde im Bruno-Bügel-Weg rassistisch beschimpft.

10.05.2018: Im Königsheideweg wurden mehrere Menschen von einer Gruppe Männer sexistisch und antisemitisch beleidigt, verfolgt und massiv bedroht.

10.05.2018: In der Tram 60 von Köpenick bis Niederschöneweide brüllte eine Gruppe immer wieder rassistische, sexistische, anti-kommunistische, nationalistische und antisemitische Parolen. Eingreifende Frauen wurden sexistisch bepöbelt.

14.05.2018: Eine Frau wurde in der S 3 kurz vor Wilhelmshagen massiv antisemitisch beleidigt.

20.05.2018: Im Treptower Park wurden zwei Personen aus einer großen Gruppe bepöbelt, geschubst und als „Antifa-Fotzen“ beleidigt.

24.05.2018: Eine Ehepaar wurde in der S-Bahn rassistisch beleidigt. Nach dem Ausstieg in Adlershof verfolgte sie der Angreifer und beleidigte sie weiterhin und schlug den Mann ins Gesicht.

28.05.2018: Ein Mann brüllte in der Edisonstr. rassistische Parolen. Darauf angesprochen bedrohte der die Person und brüllte kurze Zeit später weiter.

29.05.2018: Ein Pärchen wurde im Treptower Park homosexuellenfeindlich beleidgigt, geschubst und massiv bedroht.

01.06.2018: Im Bezirk fand ein rassistischer Angriff statt.

01.06.2018: Im Bezirk fand ein weiterer rassistischer Angriff statt.

01.06.2018: An den Treptowers wurden zwei Männer rassistisch beleidigt, mit Bier bespritzt und anschließend mit einer Flasche beworfen.

05.06.2018: In der Wilhelminenhofstr. erzählten sich zwei Bauarbeiter lautstark rassistische Witze. Anwohnende beschwerten sich bei der Firma.

06.06.2018: Mit einer ‚Kondolenzkarte‘ verhöhnten Neonazis die Witwe eines kürzlich verstorbenen Antifaschisten.

08.06.2018: In der Wendenschloßstr. wurde ein Jugendlicher erst rassistisch beleidigt und anschließend verprügelt. Passant*innen griffen ein.

16.06.2018: In der Dahmestr. wurde eine Radfahrerin rassistisch beleidigt und in den Rücken gestoßen.

18.06.2018: Im Bus im Allende-Viertel wurde ein Mann rassistisch beleidigt.

04.07.2018: Ein Mann bedrohte und beleidigte mehrere Menschen an den Bahnhöfen Grünau und Schöneweide. Er zeigte auch den Hitlergruß und brüllte „Sieg Heil“.

08.07.2018: Eine Frau fand in ihrem Briefkasten einen selbstgemachten „Asylantrag“ mit rassistischen Beleidigungen.

11.07.2018: Am S-Bhf. Schöneweide beleidigte eine Frau mehrere Menschen rassistisch. Darauf angesprochen versuchte sie die Person zu bespucken.

16.07.2018: Mehrere Männer brüllten rassistische und antisemitische Parolen am S-Bhf. Schöneweide. Zudem bewarfen sie zwei Männer mit Steinen und Flaschen aus rassistischer Motivation.

17.07.2018: Am S-Bhf. Schöneweide wurde ein Mann rassistisch beleidigt.

23.07.2018: In einem Lokal in der Baumschulenstr. wurde eine Person aus Transsexuellenfeindlichkeit beleidigt und zu Boden gestoßen.

24.07.2018: Die rassistische „Nein zum Heim“-Facebook-Seite veröffentlichte ein Bild von zwei Frauen, die daraufhin sexistisch und als „Linkes Pack“ beleidigt und mit Gewalt bedroht wurden.

28.07.2018: In der Siemensstr. wurden zwei Männer rassistisch beleidigt und ihnen Schläge angedroht.

29.07.2018: Auf dem Kaisersteg hörten zwei Neonazis laut NS-verherrlichende Musik.

29.07.2018: In einem Café in der Wilhelminenhofstr. äußerten sich zwei Männer antisemitisch.

30.07.2018: Vor einer Kneipe in der Brückenstr. unterhielten sich mehrere Männer lautstark rassistisch.

03.08.2018: Auf einem Parkplatz in der Grünbergallee wurde eine Frau rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen.

03.08.2018: In einem Supermarkt in der Wilhelminenhofstr. wurden zwei Männer rassistisch beleidigt.

04.08.2018: Bei einem Putzspaziergang in Niederschöneweide wurden mehrere Menschen von einem Neonazi beleidigt und bedroht.

04.08.2018: Am S-Bhf. Schöneweide brüllte eine Gruppe mehrfach antisemitische und neonazistische Parolen. Widersprechende Jugendliche wurden bedroht.

04.08.2018: In der Fennstr. wurden mehrere Frauen antimuslimisch bepöbelt.

05.08.2018: Am S-Bhf. Schöneweide wurde ein Mann als „scheiß Zecke“ beschimpft und bedroht.

11.08.2018: In der Lindenstr. wurde ein junger Mann rassistisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen.

13.08.2018: In der S 46 wurde eine wohnungsloser Mann von einem Fahrgast chauvinistisch herabgewürdigt.

15.08.2018: In der S 9 wurde ein schwarzer Mann rassistisch beleidigt und bedroht.

18.08.2018: Ein Lokalpolitiker der SPD wurde per Mail antisemitisch beleidigt und verleumdet.

23.08.2018: Der Kinderwagen einer schwarzen Frau wurde in Niederschöneweide mit Sand und Krümeln verschmutzt, einige Tage später wurde dieser mit Kot verschmutzt und zerstört.

26.08.2018: In der Florian-Geyer-Str. beleidigte ein Mann eine Familie rassistisch, hetzte seinen Hund auf diese und bedrohte sie.

27.08.2018: Eine Frau beleidigte einen Mann antiziganistisch.

31.08.2018: Am S-Bhf. Schöneweide wurde ein Mann rassistisch beleidigt und mit zwei aggressiven Hunden bedroht. Später verfolgte der Rassist den Mann mehrere Minuten.

08.09.2018: An einer Badestelle in Müggelheim wurde eine Familie rassistisch beleidigt und bedroht.

11.09.2018: In Niederschöneweide beschallte ein Auto mit geöffneten Fenstern die Nachbarschaft mit neonazistischer Musik.

12.09.2018: An der Ecke Baumschulenstr./ Köpenicker Landstr. wurde aus einem fahrenden Auto heraus „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus.“ gebrüllt.

13.09.2018: Eine Frau wird bei einer Veranstaltung in der Wuhlheide antisemitisch beleidigt und bedroht.

22.09.2018: Eine Gruppe von bewaffneten Männer zog durch den Dammweg und brüllte: „Ausländer raus! – Wir sind Hooligans“.

23.09.2018: Drei Frauen wurden in der Seelenbinderstr. von einem Anwohner mit den Worten „Ihr Antifa-Fotzen, verpisst euch!“ bepöbelt.

26.09.2018: Im NS-Dokumentationszentrum äußerte sich eine Besucherin antisemitisch.

01.10.2018: Im Zentrum Schöneweide wurde eine schwarze Person aus rassistischer Motivation nicht bedient.

06.10.2018: In der Nacht zogen mehrere Personen durch die Dörpfeldstr. und brüllten Parolen wie „Anti-Antifa“ und „Wir kämpfen für Deutschland“.

12.10.2018: Im Rodelbergpark wurde der Schriftzug „Antifabuden räumen“ in Verbindung mit einer Adresse geschmiert.

15.10.2018: In der Edisonstr. saß ein Mann vor einem Imbiss und sang neonazistische Lieder und zeigte den Hitlergruß.

21.10.2018: Ein Mann wurde in der S 3 aus LGBTIQ*-feindlicher Motivation beleidigt und bespuckt.

26.10.2018: Im Rodelbergpark wurde „Antifa Buden besuchen“ und erneut die Adresse einer Privatperson geschmiert.

03.11.2018: In einem Restaurant in Adlershof äußerten sich mehrere Personen rassistisch.

05.11.2018: Neonazis brachen in den Garten des Jugendclubs Café Köpenick ein und verklebten massiv NPD-Propaganda.

06.11.2018: An der Ecke Mahlsdorfer Str./ Kaulsdorfer Str. wurde eine Frau lautstark antisemitisch beschimpft.

24.11.2018: In der Oberspreestr. wurde eine Jugendliche antimuslimisch beschimpft und getreten.

01.12.2018: In einem Unternehmen wurde ein schwarzer Mann über Monate rassistisch gemobbt.

03.12.2018: In der Brückenstr. versuchte ein Neonazi einen Antifaschisten zu schlagen und verfolgte diesen.

03.12.2018: Es kam zu einer antisemitischen Pöbelei im Bezirk.

15.12.2018: Ein Jugendlicher wurde am S-Bhf. Köpenick LGBTIQ*-feindliche beleidigt und mit der Faust in den Rücken geschlagen.

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Mahnwache gegen rechte Gewalt – eure Hetze ist das Problem! Gegen den Bürgerdialog der AfD!

Wann? 19.03.2019, 18 Uhr

Wo? Rathaus Köpenick

Während im Rathaus Köpenick die AfD Treptow-Köpenick die Frage stellt, wie es um die Sicherheit im Bezirk steht, haben wir eine klare Antwort. Im letzten Jahr stiegen im Bezirk und ganz Berlin die Vorfälle von rechter und diskriminierender Gewalt, wie die Zahlen von ReachOut und den Berliner Registern beweisen. Wir sagen: Die Hetze der AfD führt zu rechter Gewalt! Im Rahmen einer Mahnwache gegen rechte Gewalt werden wir die dokumentierten Übergriffe des letzten Jahres verlesen und so auf die Folgen rassistischer und menschenverachtender Politik aufmerksam machen.

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Protest gegen NPD-Europatag in Köpenick

Am 2. März 2019 protestierten mehr als 80 Menschen auf einer antifaschistischen Kundgebung gegen den sogenannten Europa-Tag, denn die neonazistische NPD an diesem Tag in ihrer Parteizentrale in der Seelenbinderstraße in Köpenick veranstaltete und mit dem sie in den Europa-Wahlkampf starten wollte. Teil des Events war ein am Abend stattfindendes Neonazikonzert – unter anderem mit Martin Böhme von der Band Sleipnir – mit dem mehr Personen aus der rechten Szene mobilisiert werden sollten.

Solche Veranstaltungen führten in der Vergangenheit dazu, dass sich Geflüchtete, People of Colour und viele andere im Kiez nicht sicher bewegen konnten, wenn wieder zahlreiche Neonazis an diesen Abenden durch Köpenick zogen. Dies konnten die anreisenden Neonazi-Gruppen an diesem Nachmittag und Abend durch die antifaschistische Kundgebung nicht ungestört tun. Die NPD hatte im Rahmen ihres Events auch eine Versammlung auf dem neben der NPD-Zentrale liegenden Mandrellaplatz angemeldet, die sie aufgrund der mehr als 80 Antifaschist*innen wieder absagte. Zudem ließen NPDler alle Rollläden herunter und zogen sich in ihre Zentrale zurück.

Im Vorfeld machte mal wieder der Köpenicker SPD-Abgeordnete Tom Schreiber auf sich aufmerksam. Auf Twitter verlinkte er eine Aufforderung sich an der antifaschistischen Kundgebung am 2. März in Köpenick zu beteiligen und schrieb gleich dazu, warum er dies tat: Er beschimpfte die Menschen, die gegen das Neonazi-Event protestieren als „Häufchen Elend“ und „Feinde der Demokratie“. Schreiber ist seit Jahren für sein systematisches Weggucken und Nichtstun in Bezug auf neonazistische Gewalt in Treptow-Köpenick bekannt. Genauso, wie er seit Jahren Hetze gegen und Verschwörungstheorien über Antifaschist*innen verbreitet, die sich gegen rechte Strukturen engagieren. Im Gegensatz zu Schreiber, gab es aber Unterstützung der antifaschistischen Kundgebung aus der Nachbarschaft in der Seelenbinderstraße, für die wir uns hier noch einmal bedanken möchten! So wurden die Teilnehmenden etwa von Leuten aus dem Café Köpenick/HdjK mit Tee und Kaffee versorgt. Und wir bedanken uns natürlich bei allen, die sich an diesem Anti-Nazi-Protest beteiligt haben!

Skandalös war das Verhalten der Einsatzleitung des Abschnitts 66 und der 36. Bereitschaftshundertschaft der Berliner Polizei, die den Neonazis bei ihrer Anti-Antifa-Arbeit halfen. So weigerten sich diese, Neonazis am Anfertigen von Porträtaufnahmen zu hindern. Stattdessen drohten sie Antifaschist*innen mit Festnahmen, wenn sie sich nicht von den Neonazis ablichten lassen wollten. Nach Ende der friedlich ablaufenden Kundgebung, konnte sich die 36. Einheit nicht mehr beherrschen und machte ihre Drohung war und nahm zwei Leute vorläufig fest und eine dritte Person in Gewahrsam, die sich auf dem Nachhauseweg befanden. Dies erinnert uns an das unsägliche Verhalten der Berliner Polizei im Rahmen der neonazistischen Anschlagsserie in Neukölln.

Auch wenn die NPD hinter den Wahlerfolgen der AfD an Relevanz eingebüßt hat, ist sie immer noch eine handfeste Gefahr für viele Menschen. Zudem ist die NPD-Bundeszentrale mit dem dazugehörigen Schulungszentrum eine der wichtigsten Neonazi-Immobilien in Deutschland und die bedeutendste Location der rechten Szene in Berlin. Deswegen werden wir derartige Veranstaltungen auch in Zukunft nicht einfach so ignorieren und dagegen protestieren!

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Köpenick Calling – Gegen den NPD-Europatag am 2. März!

 Antifaschistische Kundgebung: Samstag, 2. März | 16 Uhr | Mandrellaplatz in Berlin-Köpenick
[Vortreffpunkt: 15:20 Uhr am Ostkreuz, Ausgang Sonntagstraße]

Am Samstag, dem 2. März, lädt die NPD wieder mal in ihre Parteizentrale in der Seelenbinderstraße in Köpenick. Anlass ist der „Europa-Tag“ der NPD-Jugendorganisation JN. Das Event ist prominent besetzt: Der NPD-Europaabgeordnete Udo Voigt soll sprechen, außerdem der stellvertretende NPD-Vorsitzende Ronny Zasowk sowie der sächsische JN-Landesvorsitzende Maik Müller, der als „Leiter des Bundesarbeitskreis Europa der JN“ betitelt wird. Später am Abend dürften mit Martin Böhme von der Band Sleipnir und Maik Krüger alias FreilichFrei zwei bekannte Nazi-Musiker das übliche unangenehme Spektrum mobilisieren.

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Neonazistische Bedrohung in der Brückenstraße

Hakenkreuze und versuchter Einbruch

Der Betreiber der Shisha-Bar „Red Lounge“ traute am Sonntag morgen seinen Augen nicht: An den Rollläden seines Ladens in der Brückenstraße prangten zwei riesige Hakenkreuze, außerdem war das Ladenschild gewaltsam abgerissen worden. Damit nicht genug: Die TäterInnen waren offenbar ins Haus eingebrochen und hatten auch die Wohnungstür des Ladens mit einem großen Hakenkreuz beschmiert, waren dann durch den Hausflur in den Hinterhof gelangt und hatten versucht, dort die Rollläden aufzustemmen und so in den Laden zu gelangen. Weiterlesen

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Wir trauern um Hans Erxleben

Treptow-Köpenick hat einen großen Antifaschisten verloren

Am 29. April 2018 ist unser Mitkämpfer und Freund Hans Erxleben verstorben. Diese Nachricht traf uns völlig unerwartet und der Schock über den Verlust sitzt noch immer tief.

Hans war einer der engagiertesten Kämpfer*innen gegen die organisierten Neonazi-Strukturen in Treptow-Köpenick und gegen den rechten Terror, der von diesen ausging. Wenn man sich die Bezirkspolitiker*innen anschaut – zu denen er auch mal gehörte – war er der, der am vehementesten gegen Aktionen von Neonazis eintrat. Dabei stand er oft alleine da. Während andere Mitglieder von Parteien im Bezirk oft die Augen vor Aufmärschen und rechter Gewalt verschlossen, war Hans immer zur Stelle, um dagegen einzutreten, wenn zu Hass und Gewalt gegen andere Menschen aufgewiegelt wurde. Dabei unterschied sich Hans auch deutlich von den anderen Bezirkspolitiker*innen:  Während die meisten sich bei Protesten gegen Neonazis und Rassismus nur blicken ließen, um gesehen zu werden und dabei an ihre eigene Karriere dachten, machte Hans oftmals die Drecksarbeit. Denn er investierte viel Lebenszeit und Energie in die Organisation dieser Proteste. Und zwar aus antifaschistischer Überzeugung und dem für alle offensichtlichen Wissen, dass Nichtstun die rechten Aktivitäten immer weiter erstarken lassen würde. Der Gedanke daran, dass dies geschehen könnte, ließ Hans keine Ruhe.

Dabei nahm sich Hans auch kleinen Dingen an, die vielen anderen zu unbedeutend und zu unwichtig erschienen. So stellte er sich etwa im Jahr 2005 gegen den Stadtrat seiner eigenen Partei, um zu erreichen, dass eine antifaschistische Feier anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung Köpenicks vom Nationalsozialismus am Platz des 23. April stattfinden konnte. Das etwa die schikanöse Auflage – die eine Nutzung der Rasenfläche untersagte – aufgehoben wurde, ist seinem energischen Einsatz zu verdanken. Ein anderes Beispiel, mit welchem Hans Erfolg hatte, waren die Proteste gegen die jährlichen rechten Aufmärsche für ein „nationales Jugendzentrum“ im Südosten Berlins. Das über Jahre aufgebrachte antifaschistische Engagement führte dazu, dass die Neonazikampagne aus Treptow-Köpenick vertrieben wurde und der Aufmarsch letztmalig 2006 im Bezirk stattfinden konnte. Hans stellte sich auch über Jahre gegen die menschenverachtende Propaganda der Nazis der NPD, ob bei deren Aktionen auf der Straße oder in der Bezirksverordnetenversammlung. Während so manche Leute der Meinung waren, dass deren Aktivitäten nicht so schlimm seien, da es sich ja um keine verbotene Partei handele, nahm sich Hans die Zeit und versuchte mit sachlichen Argumenten über die Gefahren aufzuklären. Dies tat er auch im Herbst 2014 im Köpenicker Allende-Viertel. Als bekannt wurde, dass dort eine Container-Unterkunft für Geflüchtete entstehen soll, mobilisierte die NPD zusammen mit anderen Neonazis zu rassistischen Aufmärschen. Gegen den ersten dieser Art meldete Hans sofort eine Kundgebung an und wurde zu Beginn von aufgebrachten Anwohner*innen umringt. Er ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und schaffte es durch seine Gespräche zumindest, dass ein Teil der Leute sich nicht an diesen Aufmärschen beteiligte.

Unvergessen bleibt auch sein Kampf gegen die organisierten Neonazistrukturen in Schöneweide.  Im Jahr 2012 wurde die Gegend um die Brückenstraße, die als Braune Straße Berlins galt, auch bundesweit bekannt. Wochenende für Wochenende reisten Neonazis aus ganz Deutschland an und terrorisierten alle im Kiez, die nicht in ihre menschenverachtende Ideologie passten. Was viele mittlerweile verdrängt haben: Die Schöneweider Neonazis hatten weit mehr Geschäfte und Lokalitäten, als den „Henker“ und das „Hexogen“. Und sie alle existieren heute nicht mehr, weil es Menschen wie Hans gab, die nicht einfach weggeschaut haben, sondern unermüdlich dafür gekämpft haben, dass sich Menschen im Kiez wieder ohne Angst bewegen konnten. Er war dabei nicht nur Anmelder von Demonstrationen. So hat er sich etwa auch mit den Opfern rechter Gewalt getroffen und sich um sie gekümmert. Des Weiteren hat er sich mit den Besitzer*innen der Häuser getroffen, in denen die Neonazis Flächen angemietet hatten und hat sie beraten, wie sie die Mietverhältnisse beenden können. Zudem hat Hans versucht mehr Menschen, die das bisher nicht gemacht haben, für den Kampf gegen die organisierte rechte Szene im Bezirk zu gewinnen.

Hans hat für sein Eintreten für ein Klima, in dem Menschen nicht ausgegrenzt werden, und seinen leidenschaftlichen Einsatz gegen die rechten Aktivitäten in Treptow-Köpenick einen hohen Preis bezahlt. Er wurde mehrmals Opfer von Angriffen durch Neonazis, die sich an ihm für sein Engagement rächen wollten. Sie griffen sein Haus an, sprengten seinen Briefkasten und schmissen seine Fenster ein. Sie setzen sein Auto in Brand und nachdem er sich ein neues Fahrzeug kaufte, lösten Neonazis bei diesem die Radmuttern, was erst während der Fahrt auffiel. Bis heute wurde der überschaubare Täterkreis nicht zur Rechenschaft gezogen und macht munter im benachbarten Neukölln weiter.

Auch medial und öffentlich wurde Hans häufig angegriffen. So erhielt er im Mai letzten Jahres die Bürgermedaille des Bezirks Treptow-Köpenick für sein herausragendes Engagement. Das nutzte ein Bündnis aus rechten Parteien und selbsternannten Journalisten, um ihn anzugreifen. Seine Vergangenheit beim MFS, woraus er nie ein Geheimnis machte, wurde genutzt, um antifaschistische Arbeit zu delegitimieren und ihn ganz persönlich anzugreifen und aufs übelste persönlich zu beleidigen. Doch bis zuletzt hat sich Hans vom rechten Terror und den unzähligen Drohungen, die er erhielt, nicht einschüchtern lassen. In beeindruckender Weise setzte er sich nach den Taten noch entschlossener ein. Viele kennen noch seinen Spruch: „Euer Hass ist mein Ansporn!“, welchen er den Neonazis entgegenrief und welcher sein politisches Lebensmotto werden sollte.

Die genannten Erfolge, in denen Neonazis in den vergangenen Jahren zurückgedrängt wurden, hat Hans natürlich nicht alleine zu verantworten. Er war kein Alleingänger, sondern hat stets versucht mit anderen zusammen zu arbeiten. Für uns steht aber fest: Ohne Hans wären die organisierten Neonazis im Bezirk noch immer stark. Er war sich für viele Aufgaben nicht zu schade und hat tatkräftig antifaschistische Initiativen in Treptow-Köpenick unterstützt. Wir konnten uns immer auf Hans verlassen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freund*innen und seinen anderen Mitstreiter*innen.

Wir haben nicht nur einen wichtigen Antifaschisten verloren, sondern auch einen humorvollen guten Freund.

In tiefer Trauer.

Antifas aus Treptow-Köpenick

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Kundgebung gegen AfD-Hetzveranstaltung im Rathaus Köpenick

Am vergangenen Freitag, dem 27.04.2018, protestierten rund 70 Menschen vor dem Köpenicker Rathaus gegen den mittlerweile dritten sogenannten „Bürgerdialog“ der AfD Treptow-Köpenick. Weiterlesen

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AfD Bürgerdialog zum Desaster machen – Kein Platz für Storch, Pazderski und Trefzer!

Unter dem Motto „Wir müssen reden – Berliner treffen Politik“ laden die Bezirksverbände der AfD aus Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf zu einem erneuten Bürgerdialog ins Rathaus Köpenick. Nachdem der letzte Bürgerdialog der AfD im November dank der Proteste dagegen ein wenig besuchter Abend trauriger alter Rassist*innen war, fährt die rechtsradikale Partei diesmal größere Geschosse auf. Weiterlesen

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